Präsident Schneiderhan besucht Lernort Ysselsteyn

Informationsreise zur Volksbund-Bildungsarbeit

21. Juni 2017

Beim Besuch der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte sowie der benachbarten Kriegsgräberstätte Ysselsteyn in den Niederlanden traf Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan auch auf eine Gruppe Bundeswehrsoldaten, die dort einen Arbeiteinsatz ableisten. (alle Fotos: Diane Tempel-Bornett)

Junge Menschen in ihrem Engagement für den Frieden zu bestärken ist eine der Kernaufgaben des Volksbundes. Dies geschieht unter anderem in den Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten (JBS) des Volksbundes wie im niederländischen Ysselsteyn. Dort informierte sich der neue Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan persönlich über die vielfältigen Bildungsangebote der JBS Ysselsteyn.

Dass Ysselsteyn ein idealer Lernort hinsichtlich der Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft ist, erkennt man schon vor dem Betreten der heimeligen JBS-Blockhütten – nämlich anhand der endlosen Kreuze, welche die Gräber der weit über 32 000 Toten des Ersten und vor allem des Zweiten Weltkrieges markieren.

Viele der persönlichen Kriegsschicksale, die hier zu tausenden ein trauriges Ende gefunden haben, sind inzwischen durch Mitarbeiter sowie Gäste der JBS nachempfunden worden. Heute sind sie Teil des pädagogischen Konzepts, mit dem die globalen Kriegsfolgen an konkreten Einzelbiografien erleb- und nachvollziehbar gemacht werden. Dazu bietet die JBS unter der Leitung von Tarcicia Voigt zahlreiche Module an, die Schulklassen und auch anderen Gruppen einen qualifizierten Umgang mit dem schwierigen Thema ermöglicht.

 

Rundgang über die Kriegsgräberstätte Ysselsteyn mit (von links) Pflegedienstleiter Karl-Heinz Voigt, Präsident Wolfgang Schneiderhan, Mitarbeiter Uwe Schulze, JBS-Leiterin Tarcicia Voigt und dem nordrhein-westfälischen Volksbund-Geschäftsführer Peter Bülter.

Freiwilliger Arbeitseinsatz

Präsident Schneiderhan begrüßte dies bei seinem Informationsbesuch ausdrücklich und kündigte zugleich an, dass er sich auch künftig für die vorbildliche sowie in dieser Form wohl weltweit einmalige Jugend- und Bildungsarbeit einsetzen werde. Die Volksbund-Bildungsarbeit komme dabei unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zugute, zum Beispiel auch Reservisten und Bundeswehrangehörigen. So traf sich der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und heutige Volksbund-Präsident mit der Gruppe junger Soldaten, die in Ysselsteyn gerade einen freiwilligen Arbeitseinsatz ableistet und um – so wie auch Wolfgang Schneiderhan – zugleich den Lernort JBS kennenzulernen.

Maurice Bonkat

Präsident Schneiderhan studiert Einzelschicksale von Kriegstoten aus Ysselsteyn.