Wolfgang Schneiderhan ist neuer Volksbundpräsident

Außerordentlicher Bundesvertretertag in Berlin

28. April 2017

Der außerordentliche Bundesvertretertag des Volksbundes bestätigte den bisherigen amtierenden Präsidenten Wolfgang Schneiderhan (links) für vier weitere Jahre in seinem Spitzenehrenamt

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hat einen neuen Präsidenten – es ist der bisherige, amtierende Präsident Wolfgang Schneiderhan. Hintergrund für die Neuwahl des ehemaligen Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie weiterer Vorstandsmitglieder war auch der Wunsch, die Amtszeiten dieser Spitzenämter anzugleichen: „Sonst müssten wir jedes Jahr einen Bundesvertretertag abhalten und das wäre für eine Spendenorganisation wie unsere schlicht nicht vertretbar“, sagte der bisherige und zugleich neue Präsident des Volksbundes.

Seine neuen Stellvertreter sind wie bisher Richard Reisinger und Wolfgang Wieland, der das Amt des stellvertretenden Präsidenten nun ebenfalls inne hat. Detlef Fritzsch und Hartmut Tölle rücken zusätzlich als Beisitzer in den Vorstand auf.

Hartmut Tölle ist neuer Beisitzer im Volksbund-Vorstand.

 

Ebenfalls neu im Vorstand: Beisitzer Detlef Fritzsch aus Dresden.

In dieser Besetzung möchte sich die Deutsche Kriegsgräberfürsorge noch stärker als wichtiger Akteur der Gedenk- und Erinnerungskultur etablieren. „Der Volksbund möchte sich für neue Formen der Kooperation öffnen und so auch neue nationale sowie internationale Partner finden“, sagte Wolfgang Schneiderhan zu seinem Amtsantritt.

Beindruckendes Ergebnis für Schneiderhan

Das Abstimmungsergebnis war überzeugend: Mit 72 von 73 möglichen Stimmen bei nur einer Enthaltung erzielte der alte und neue Präsident Wolfgang Schneiderhan ein beeindruckendes Ergebnis, das zugleich eine Bestätigung seines bisherigen Wirkens als amtierender Präsident darstellte.

Zugleich wurde das Gremium nach einer Satzungsänderung um zwei weitere Beisitzer ergänzt, von denen zunächst eine Stelle unbesetzt bleibt, sodass der Volksbund-Vorstand nun über fünf Beisitzer verfügt.

Insgesamt wurde auf dem Bundesvertretertag am 28. April in Berlin deutlich, dass beim Volksbund sowohl auf hauptamtlicher sowie auf ehrenamtlicher Ebene echte Aufbruchstimmung herrscht. Tatsächlich plant der Verband eine Reihe wichtiger Projekte: So das Modellprojekt  „19 für 19“, mit dem auf 19 bedeutsamen Kriegsgräberstätten Europas mit verschiedenen Motiven und Methoden auf das hundertjährige Jubiläum des Volksbundes hingewiesen wird. Parallel dazu wurden Strukturmaßnahmen in der Jugend- und Bildungsarbeit bereits umgesetzt, die dazu dienen, künftig noch mehr Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen.

Fritzsch und Tölle neue Beisitzer

Einer, der dafür Sorge tragen will, ist der neue Beisitzer Detlef Fritzsch vom Landesverband Sachsen. Der 64-Jährige stammt aus Dresden und war zuletzt als Präsident der Bundespolizeidirektion Pirna verantwortlich. Beim Volksbund ist er schon seit Jahren aktiv und bekannt, ebenso wie der zweite neue Beisitzer Hartmut Tölle. Der ebenfalls 64-Jährige kommt aus dem Landesverband Niedersachsen und ist zugleich Vorsitzender des DGB-Bezirks Niedersachsen-Bremen-Sachsen-Anhalt.

Neuer Stellvertretender Präsident des Volksbundes ist neben Richard Reisinger aus Bayern der bisherige Beisitzer Wolfgang Wieland aus Berlin. Der frühere Bundestagsabgeordnete (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) ist vielen Mitgliedern bereits durch sein großes Engagement bekannt.

Der Volksbund richtet beim außerordentlichen Bundesvertretertag den Blick nach vorne – ohne dabei die eigene Vergangenheit zu vergessen.

Maurice Bonkat