Zeitzeugen zum Thema "Wolfskinder" gesucht!

Vielleicht können Sie helfen?

5. Januar 2017

(Foto: Deutsches Rotes Kreuz)

Ziel ist ein neues, spannendes Buch in unserer kleinen Reihe "Volksbund Forum", das im Sommer 2017 erscheinen soll. Hier der Aufruf der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte (Jahrgangsstufe 13) des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums in Frankfurt-Höchst:

Wir sind Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums in Frankfurt am Main (Abiturjahrgang) und bereiten in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge eine Buchveröffentlichung zum Thema "Wolfskinder" vor.


Kinder auf der Flucht von Ost nach West (Volksbund-Archiv)

Für unsere Veröffentlichung suchen wir Zeitzeugen, die entweder selbst oder deren Angehörige das Schicksal eines "Wolfskindes" erleiden mussten.

Wir sind für jeden Kontakt dankbar! Gespräche mit Zeitzeugen wären eine wertvolle Unterstützung unserer Arbeit; gerne kommen wir zu Ihnen, um uns Ihre Erlebnisse erzählen zu lassen. Über den Kontakt mit Zeitzeugen hinaus suchen wir Quellen wie Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Fotografien o.ä., die über den Lebensweg von "Wolfskindern" Auskunft geben. Alle Auskünfte werden, wenn gewünscht, vertraulich behandelt.

Kinder werden befragt um Hinweise auf die Eltern zu bekommen. (Volksbund-Archiv)

Bitte helfen Sie uns, damit insbesondere die junge Generation mehr über das Leben der „Wolfskinder“ erfährt!

Melden Sie sich bitte bei unserem Lehrer, Herrn Dr. Björn Schaal, der unser Projekt betreut:

→ per E-Mail: Schaal(at)fdg.he.lo-net2.de
→ per Telefon: 0171 / 30 46 826
→ auf dem Postweg: Dr. Björn Schaal, Altkönigstraße 1, 65779 Kelkheim/Ts.

Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums

Dies ist übrigens schon das zweite Projekt aus der Zusammenarbeit des Volksbundes mit dem Frankfurter Gymnasium. 2012 erschien in der Buchreihe „Volksbund Forum“ (Band 12) ein von Schülerinnen und Schülern erarbeitetes Buch mit Berichten und Interviews zu einem zeitgeschichtlichen Thema („Stehengebliebene Lebensuhren. Frankfurt am Main im Bombenkrieg“ – leider vergriffen).

Begriffsklärung: „Wolfskind" (Zweiter Weltkrieg)

Als Wolfskinder bezeichnet man die im nördlichen Ostpreußen am Ende des Zweiten Weltkrieges durch Kriegseinwirkungen und -folgen zeitweise oder dauerhaft elternlos gewordenen heimatlosen Kinder, die, um in den ersten Nachkriegsjahren zu überleben, in das Baltikum flüchteten oder dorthin gebracht wurden. In Litauen wurden sie als vokietukai bezeichnet, das heißt "kleine Deutsche".

Der Wolfskinder-Geschichtsverein e. V. definiert Wolfskinder als "anhanglose deutsche Kinder und Jugendliche, die im Frühjahr 1947 dem drohenden Hungertod im nördlichen Ostpreußen zu entgehen versuchten, aus diesem Grund in Litauen in außerdeutsche Zusammenhänge gerieten und infolgedessen ihre Herkunft zeitweise oder mit Hilfe einer neuen Identität gar dauerhaft verschleiern mussten".

(Quelle: wikipedia)