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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
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Warum helfen Sie uns?

Über 600 Mitglieder haben dem Volksbund 2003 geholfen, neue Mitglieder zu werben. Ganz herzlichen Dank Ihnen allen! Unter den erfolgreichsten Werbern haben wir fünf ausgelost und nach Berlin eingeladen, damit sie an der zentralen Gedenkfeier zum Volkstrauertag im Berliner Reichstag teilnehmen konnten. Dies war nicht nur ein Dankeschön - wir wollten sie gern kennen lernen, erfahren, warum sie so aktiv für den Volksbund sind und wie sie es schaffen, so viele Mitglieder zu werben!


Wie sind Sie Mitglied geworden?

Axel Gödecke:
"Im Jahr 2000 habe ich einen Friedhof in La Cambe/Frankreich besucht. Nach meinem Eintrag in das Besucherbuch bekam ich ca. fünf bis sechs Wochen später Post vom Volksbund."

Steffen Kümmling:
"Während meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr habe ich 1998 an einem zweiwöchigen Einsatz in Sedan (Noyers-Pont-Maugis) teilgenommen. Herr Graser, der Friedhofsverwalter von Noyers-Pont-Maugis, hat mich geworben. Ich bin gern Mitglied geworden, weil ich durch die Arbeit auf den Friedhöfen gesehen habe, wie wichtig es ist den Volksbund zu unterstützen!"

Xaver Erber:
"Durch den Soldaten-Reservisten-Verein Eilsbrunn, die vielen Besuche der Soldatenfriedhöfe im Ausland und Herrn Kaspar Becher, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oberpfalz, bin ich Mitglied geworden."

Karl Eder:
"Ich bin selbst von jemandem geworben worden."

Dr. Hans-Heinrich Uhlmann:
"Ich bin von Oberst Wegener aus Schwerin (Landesgeschäftsführer Mecklenburg-Vorpommern) geworben wurden. Wir haben einen dienstlichen engen Kontakt im Volksbund weitergeführt."


Warum engagieren Sie sich so stark für den Volksbund bzw. warum werben Sie Mitglieder für den Volksbund?

Axel Gödecke:
"Durch Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis erfuhr ich von dem Interesse der jetzigen Mitglieder und versuchte natürlich, sie vom Volksbund zu überzeugen."

Steffen Kümmling:
"Der Slogan Arbeit für den Frieden ist keine Phrase - der Volksbund praktiziert es. Die Toten dürfen nicht vergessen werden, weil sie Mahnung zum Frieden sind. Millionen unserer Vorfahren sind in Kriege geschickt worden - dies darf sich nicht wiederholen! Die Kriegsgeneration wird immer älter und bald wird es niemanden mehr geben, der einen persönlichen Bezug zum Krieg hat. Deshalb müssen wir jungen Leute an die Stelle der alten treten und die wichtige Aufgabe und Arbeit der Erhaltung des Andenkens an die Toten übernehmen. Mein Großvater ist seit dem 10. Mai 1943 bei Tunis vermisst. Vielleicht liegt er als unbekannter Soldat auf einer Kriegsgräberstätte. Mein Engagement ist auch Erinnerung an ihn!"

Xaver Erber:
"Mein Onkel ist im Krankenhaus in Frankreich 1918 verstorben und wurde damals durch den Suchdienst leider nicht gefunden. Sonst habe ich keine Angehörigen im Krieg verloren."

Karl Eder:
"Ich bin selbst Kriegsteilnehmer gewesen und habe schon viele Kriegsgräberstätten besucht. Dabei habe ich gesehen, was für dieses Geld gemacht wird."

Dr. Hans-Heinrich Uhlmann:
"Ich halte die Übermittlung der Geschichte der beiden Weltkriege für sehr wichtig. Der Jugend die Folgen von Krieg und Gewalt zu verdeutlichen, die Tatsache, dass Generationen von Menschen sehr jung starben, um ihr Leben betrogen wurden, den Jungen in der Gesellschaft dieses zu klar zu machen ist mein Anliegen. Ich habe keine Angehörigen auf einer Kriegsgräberstätte."



"Wo" und "wen" werben Sie? Welche Erlebnisse hatten Sie bei der Mitgliedergewinnung?

Axel Gödecke:
"Bei der Freiwilligen Feuerwehr hatte ich Erfolge. Nach meiner Erfahrung ist es sehr schwer, Menschen für den Volksbund zu begeistern, weil der Bekanntheitsgrad nicht sehr groß ist. Leider!"

Steffen Kümmling:
"Vorwiegend in meiner näheren Umgebung (nicht ausschließlich), Freunde, Bekannte, Verwandte, auch Kollegen und Leute, mit denen man zufällig ins Gespräch kommt. Im ersten Moment ist der Name Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für viele abschreckend. Die meisten denken an eine Verbindung mit stark konservativen Zielen. Wenn man jedoch länger ins Gespräch kommt und die Arbeit und Ziele darlegt, lässt das nach. Mit viel Zeit und Geduld kann man den Leuten durchaus die Wichtigkeit und Solidarität der Arbeit des Volksbundes vermitteln."

Xaver Erber:
"Ich werbe auf breiter Linie!"

Karl Eder:
"In der Gesellschaft und auf Veranstaltungen versuche ich mein Glück."

Dr. Hans-Heinrich Uhlmann:
"Ich werbe im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis. Ich versuche im lockeren Gespräch Interesse zu wecken. Die Werbung des Mitglieds erfolgt im Vertrauensgespräch."



Worauf muss man als "guter Werber" achten?

Axel Gödecke:
"Man braucht sehr viel Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis."

Steffen Kümmling:
"Dran bleiben! Ich zeige immer Fotos und Videos von Fahrten zu Friedhöfen und Pflegeeinsätzen. Auch mal jemanden zu einem Soldatenfriedhof mitnehmen - wer einmal auf einem Gräberfeld mit zigtausend Toten gestanden hat, versteht den Sinn und die Wichtigkeit der Arbeit."

Xaver Erber:
"Man muss Gespräche suchen. (Wir werben weiter!)"

Karl Eder:
"Bei der Werbung braucht man Geduld und man muss die richtigen Worte finden."

Dr. Hans-Heinrich Uhlmann:
"Nicht den Gesprächspartner drängen, sondern überzeugen. Es sind oft mehrere Gespräche für die Mitgliedschaft notwendig."

Das Gepräch führte Christina Kopplin



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