 |
Virtuelle Spurensuche
ein Internetprojekt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
55 Millionen Menschen verloren im Verlauf des Zweiten Weltkrieges ihr Leben - eine unvorstellbare Zahl, die zum bloßen "Auswendiglernen" verleitet. Das vielfache Leid, die vielfachen Qualen und das individuelle Schicksal, das sich hinter diesen Zahlen verbirgt, wird vernachlässigt.
Dem wollen wir entgegenwirken:
Im Jahr 2005 jährt sich das Datum des Endes des Zweiten Weltkrieges zum 60sten Mal. Wir wollen dieses Datum zum Anlass nehmen, um in einem Internetprojekt herauszufinden, wo die Toten der Weltkriege ihre letzte Ruhestätte gefunden und welche Schicksale sie erfahren haben. Ziel ist eine möglichst vollständige Dokumentation ALLER Kriegstoter.
Mit diesem Projekt wenden wir uns insbesondere an Schulen, aber auch an (Jugend-) Gruppen, Vereine, Verbände und alle Mitbürger, die an diesem Projekt interessiert sind.
Ansatzpunkte für die Recherche bieten z.B. die Mahnmale oder Gedenktafeln mit Namen der Kriegsopfer in allen Gemeinden und Städten unseres Landes. Die meisten dieser Toten sind fern ihres Heimatortes bestattet; nicht immer wissen die Angehörigen, wo sie beigesetzt wurden.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. stellt auf seiner Homepage unter http://www.volksbund.de/graebersuche/content_suche.asp eine Online - Datenbank zur Verfügung, mit deren Hilfe der Verbleib der Toten recherchiert werden kann. In dieser Datenbank sind derzeit über 4,3 Millionen Datensätze gespeichert; sie wird regelmäßig aktualisiert.
Wir wollen aber nicht nur erfahren, wo die Toten der Weltkriege beigesetzt sind, sondern auch, wer sie waren. Dazu sollten nach Möglichkeit - z.B. durch Kontakte zu noch lebenden Angehörigen, Bekannten, Freunden oder durch weitere Recherchen in Archiven oder Gedenkstätten - weitere Materialien (Bilder, Briefe, Schilderungen der Angehörigen) über die auf den Denkmälern verzeichneten Personen erschlossen werden, so dass aus bloßen Namen auf Steinen wieder Personen mit einem individuellen Schicksal werden.
Durch diese Aktion wird es sicherlich auch gelingen, Schicksale zu klären und so Angehörigen Gewissheit über den Verbleib der Toten zu verschaffen.
Die Projektergebnisse werden auf unserer Homepage veröffentlicht; die zusätzlichen Materialien werden auch über die "Gräbersuche Online" unter www.volksbund.de abrufbar sein.
Im Laufe der Zeit soll so eine Datenbank entstehen, in der die Kriegstoten einer Gemeinde, eines Stadtteiles, einer Stadt, eines Kreises etc. mit ihren Schicksalen zusammengefasst werden.
Weitere Informationen, eine Projektskizze, Hinweise zur Registrierung und zum Login, Arbeitshinweise sowie Tipps für die Nutzung der "Gräbersuche Online", finden Sie auf den folgenden Seiten. Die in Arbeit befindlichen bzw. bearbeiteten lokalen Teilprojekte können über die Projektergebnisse eingesehen werden, in denen nur diese abgebildet werden. Sollten Sie Ihren Ort / Ihr Projekt hierin nicht finden, können Sie dieses nach erfolgter Registrierung direkt in den Projektseiten der "Virtuellen Spurensuche" anlegen.
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Landesverband.
|