25 Berliner Azubis leisten Restaurierungsarbeiten in KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Volksbund unterstützt Sicherungsarbeiten durch Tischlerinnen und Tischler aus Siemensstadt in der österreichischen Gedenkstätte

10. Juli 2015 Christoph Blase

Das KZ Mauthausen am Tag der Befreiung durch die US-Armee (Foto: US Army)

Auf Initiative des Volksbundes leisten junge Auszubildende der Knobelsdorff-Schule in Siemensstadt vom 11. Juli bis 1. August ihren Beitrag zur Sicherung der baulichen Substanz der KZ-Gedenkstätte Mauthausen bei Linz. Damit tragen die 25 Tischlerinnen und Tischler vom OSZ Bautechnik I zum Erhalt einer wichtigen Gedenk- und Mahnstätte für die Opfer des Nationalsozialismus bei. Das Konzentrationslager Mauthausen war das größte KZ auf dem Boden der heutigen Republik Österreich. Über 100.000 Menschen wurden hier von 1938 bis 1945 von den Nationalsozialisten ermordet.


Die Arbeiten im ehemaligen Konzentrationslager werden in enger Abstimmung mit dem österreichischen Bundesdenkmalamt durchgeführt. „Wie bei anderen vom Volksbund organisierten Workcamps erfahren die jungen Menschen mehr zur Geschichte des Ortes sowie zu ihrer eigenen Historie. Sie setzen sich durch ihre praktische Arbeit auch mit den furchtbaren Verbrechen auseinander, die im KZ Mauthausen während der Zeit des NS-Regimes verübt wurden“ sagt Anneke Viertel, Jugendreferentin des Volksbund-Landesverbands Berlin.

Der Volksbund ist langjähriger Kooperationspartner bei der Organisation der Jugendbegegnung durch die Knobelsdorff-Schule/OSZ Bautechnik I in Berlin. Schon seit 1971 organisiert der Landesverband Berlin gemeinsam mit Partnern Camps für junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren in Mahn- und Gedenkstätte Mauthausen.

Zur Feier des Projektjubiläums haben die Berliner Azubis einen Buddy-Bären im Gepäck
Seit 35 Jahren ist die Knobelsdorff-Schule mit Auszubildenden ihrer Produktionsschule jedes Jahr für zwei bis drei Wochen in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Dabei werden sie mit ihren Fachkenntnissen insbesondere im Rahmen der Bauwerkserhaltung und des Denkmalschutzes aktiv. Neben der praktischen Arbeit ist die politische, die historische Aufklärung sehr wichtig: Die Auseinandersetzung mit diesem Teil der deutsch-österreichischen Geschichte, die gerade in Mauthausen besonders deutlich wird, ist ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahme. Dabei wechseln die Fachbereiche regelmäßig: In diesem Jahr sind Tischlerinnen und Tischler im Einsatz. Als Geschenk an die Gemeinde Mauthausen überreicht die Schule im Jahr ihres 35-Jährigen Projektjubiläums einen Berliner Buddy-Bären.

Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern
Jeden Sommer organisiert der Volksbund über 60 Workcamps und Jugendbegegnungen. Junge Menschen aus verschiedenen Ländern verbringen gemeinsam zwei bis drei Wochen, um sich gegenseitig kennen zu lernen, gemeinsame Freizeit zu erleben, auf Kriegsgräber- und Gedenkstätten zu arbeiten und sich mit der deutschen und europäischen Geschichte auseinander zu setzen.

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