Berliner Referendare "Auf den Spuren Europas"

Vom 21. bis 26. September reisten Berliner Referendare unterschiedlicher Fachrichtungen mit dem Volksbund/Landesverband Berlin in das Elsass, um dort die Geschichte Europas von den deutsch-französischen Kriegen 1870/71, über den Ersten und Zweiten Weltkrieg bis hin zur EU heute an authentischen Orten zu beleuchten.

Ausgangs- und Endpunkt der Reise war der lange Weg Europas zu dem Frieden, der heute zwischen den Staaten herrscht und der, wenn man die Geschichte Europas näher betrachtet, alles andere als selbstverständlich ist. Begonnen hat die Fahrt deshalb bei der EU, mit dem Centre Européen Robert Schuman in Scy-Chazelles bei Metz. Das Robert Schuman-Zentrum zeigt nicht nur das Wohnhaus und eine Ausstellung zu einem der Gründungsväter der Europäischen Union, sondern arbeitet auch daran, junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern miteinander in Kontakt zu bringen.

Dann unternahm die Gruppe einen historischen Sprung zurück nach Verdun. Dem Ort, der Schauplatz der langen, hunderttausende Menschenleben kostenden Stellungskämpfe des Ersten Weltkriegs war, mit seinen riesigen Gräberstätten, zerstörten Dörfern und dem bedrückenden Gebeinhaus.

Um die Kriege, die sowohl vor als auch nach Verdun stattfanden, ging es in den folgenden Tagen. Die angehenden Lehrer besichtigten das Schlachtfeld von 1870/71, mit seinen vielen Denk- und Mahnmalen aus deutscher und französischer Zeit sowie die deutsche Kriegsgräberstätte in Niederbronn-les-Bains. Dort lernten sie auch die Bildungsarbeit der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Niederbronn Albert Schweitzer kennen und diskutierten Möglichkeiten, das Thema Kriege und Kriegsgräberstätten im Unterricht aufzugreifen.

Abschließend der Blick nach vorn: So rundeten ein Besuch im EU-Parlament in Straßburg und die Teilnahme an einer Sitzung des Parlamentes die Seminarfahrt ab.

Bei den Teilnehmenden hinterließ die knappe Woche „Auf den Spuren Europas“ eine Vielzahl von Eindrücken: dass „die europäische Geschichte nun bewusster und greifbarer geworden ist“, „wie wichtig es ist, Dinge vor Ort zu erleben“ und nicht zuletzt „welche Dimensionen die Kriegsgräberfürsorge hat“. Um diese Eindrücke auch kommenden Referendarsjahrgängen zu ermöglichen, plant der Landverband Berlin gemeinsam mit den verantwortlichen Seminarleitern eine solche Seminarfahrt zukünftig als Wahlbaustein in die Berliner Lehrerausbildung zu integrieren. 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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