Eröffnung der Erweiterung des Kriegsgräberfeldes auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof und Ausstellungseröffnung

Am Volkstrauertrag, Sonntag, den 19. November 2017, um 12 Uhr auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof, Werdauer Weg 5, 10829 Berlin

19. November 2017 Jonathan Hilker

Im Jahre 1999 wurde auf dem Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin Schönberg ein Gräberfeld für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft angelegt. Damals wurden 144 Gräber, die zuvor in sog. Streulage auf dem Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof gelegen hatten, auf den Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof verlegt. Die so geschaffene, geschlossene Anlage wird dem Ziel, ein Mahnmal zu sein, besser gerecht. Seit dem Jahr 2015 wurden 91 Gräber von dem Kirchhof Alt Schöneberg auf den Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhof verlegt. Diese Erweiterung dieses Kriegsgräberfeldes ist Anlass für die Gedenkveranstaltung am 19. November 2017.

Insgesamt befinden sich nun 318 Gräber (mit 350 Verstorbenen) der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft auf dem Gräberfeld des Neuen Zwölf-Apostel-Kirchhofs. Verstorbene in diesen Gräbern genießen gemäß des gültigen Gräbergesetzes ein Dauerruherecht. Die Verlegungen fanden unter Federführung und im Auftrag der Senatsverwaltung (UVK) statt und werden aus Bundesmittelen finanziert. Nach dem Gräbergesetz gibt es 10 Opfergruppen, welche eine Anerkennung als Opfergrab erfahren können. Die Opfergruppe 1 (Soldaten des 1. Weltkrieges) ist mit 55 Verstorbenen, die Opfergruppe 2 (Soldaten des 2. Weltkrieges) ist mit 44 Verstorbenen vertreten. Die Opfergruppe 3 (Zivilpersonen, die durch unmittelbare Kriegseinwirkungen gestorben sind, z.B. Bombenopfer) ist die zahlenmäßig am stärksten vertretene Opfergruppe in der Gräberanlage. Hiervon gibt es 251 Verstorbene. Das erste Zivilopfer ist bereits im März 1941 durch Fliegerangriff gestorben. Interessant ist auch, dass es bei den Soldaten des 2. Weltkrieges 2 Personen gibt, die bereits im September 1939 gestorben sind. Einer davon direkt am 1. September 1939 bei dem Angriff auf Polen.

Die Eröffnungsveranstaltung findet in Anwesenheit der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Frau Angelika Schöttler statt

Im Anschluss wird die Ausstellung

UNBEKANNT

mit fünf Arbeiten der Berliner Künstlerin Sigrid Weise in der Wartehalle des Kirchhofs eröffnet werden. Sigrid Weise hat Grabsteine von Opfern des II. Weltkriegs fotografiert und durch Überlagerung gleicher Inschriften gestaltet

 

Pressemitteilung der Zwölf-Apostel-Kirchhöfe

Vom 10. November 2017

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