Französisch-serbisch-deutsche Jugendbegegnung „Durch die Linse der Erinnerung“

Ab dem 26. August lief die trinationale Jugendbegegnung in Berlin. Am 9.9.2011 fand die Präsentation der Ergebnisse des begleitenden Filmworkshops statt.

Vom 26.8.-10.9.2011 verbrachten 21 junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren aus Frankreich, Deutschland und Serbien gemeinsam zwei Wochen in Berlin. Sie lernten sich untereinander und die Stadt Berlin kennen, entdeckten Orte, die mit dem Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in Zusammenhang stehen und tauschten sich über die dabei erhaltenen Eindrücke sowie die aktuelle Situation ihrer Länder in Europa aus.

Die Gruppe war in der Gästeetage in der Osloer Straße in Berlin-Wedding untergebracht.

Gemeinsam besuchten die Teilnehmenden unter anderem folgende Orte: die Gedenkstätte Plötzensee, eine Kriegsgräberstätte auf dem Sankt Hedwig-Friedhof in Berlin-Hohenschönhausen (hier sind unter anderem viele Zwangsarbeiter bestattet), das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, eine Kriegsgräberstätte auf dem Urnenfriedhof Seestraße (hier liegt eines der ersten Maueropfer), die Gedenkstätte Berliner Mauer.

Diese Orte stehen mit der Vergangenheit der Länder in Zusammenhang, aus denen die Teilnehmenden kommen, hier erfuhren sie etwas über Schicksale von Menschen aus ihren Ländern. Thematisch ging es um den Umgang mit unserer Vergangenheit, mit Krieg und Gewaltherrschaft und der Erinnerung an diese heute.

In einem Videoworkshop erarbeiteten die Jugendlichen in kreativer Gruppenarbeit eigene Interpretationen, Ansichten, Geschichten zu den besuchten Orten, hielten diese in kurzen Filmsequenzen fest.

Die Begegnung wurde organisiert von dem Belgrader Verein Kulturklammer – Zentrum für kulturelle Interaktionen, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Landesverband Berlin und dem Centre Européen Robert Schuman aus Scy-Chazelles, Frankreich.

Das Projekt wurde vom Deutsch-Französischen Jugendwerk unterstützt. Am Ende der Begegnung wurden die Ergebnisse des Videoworkshops in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand präsentiert.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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