Volksbundmitglieder in Elbe-Elster besonders sammelfreudig

Kreisvorsitzender und Landrat, Christian Heinrich-Jaschinski, lud am 1. Juni zur alljährlichen Mitgliederversammlung nach Maasdorf ein

1. Juni 2017

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski gratulierte Christian Voigt und Kersten Tucholke (beide aus Herzberg, v.l.n.r.) zu ihrer zwanzigjährigen Mitgliedschaft im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Der Kreisverband Elbe-Elster des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der sammlungsstärksten Gliederungen im Land Brandenburg entwickelt. Dieses anerkennende Lob sprach Landesgeschäftsführer Oliver Breithaupt auf der traditionellen Mitgliederversammlung des Kreisverbandes in Maasdorf am 1. Juni aus.

Das große Engagement der Freiwilligen brachte im ganzen Land Brandenburg 2016 gut 62.000 Euro zugunsten des Volksbundes, und der Landkreis habe einen wesentlichen Anteil daran, sagte Oliver Breithaupt. 6.500 Euro kamen durch die jährliche Haus- und Straßensammlung sowie durch den Erlös des Benefizkonzertes mit dem Landespolizeiorchester in Mühlberg im vergangenen Jahr im Landkreis Elbe-Elster zusammen. Das Geld fließt u.a. in den Bau und Erhalt von Kriegsgräberstätten im Ausland, wird für die Bildungsarbeit des Volksbundes im In- und Ausland genutzt und kommt somit der Friedenserziehung in den Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes zugute.

Wie in den Vorjahren bekamen die Teilnehmer der Mitgliederversammlung im Parkschlösschen Maasdorf auch diesmal interessante Einblicke in die Friedensarbeit der humanitären Organisation. Die aus Elsterwerda stammende Julia Kauschke berichtete über ihre Erfahrungen in Workcamps des Volksbundes in Russland. So reiste die heute 29jährige, die mittlerweile bei Oranienburg im Norden Brandenburgs lebt und arbeitet, als Schülerin 2006 mit anderen Jugendlichen aus ganz Deutschland u. a. nach Rossoschka. Der Ost liegt etwa 37 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Wolgograd an dem gleichnamigen Flüsschen in der Steppe. Durch eine Straße vom deutschen Friedhof getrennt, entstand dort mit Unterstützung durch den Volksbund 1997/98 ein russischer Friedhof. Deutsche und russische Soldaten, Gegner von einst, ruhen dort jetzt vereint – als Symbol der beginnenden Aussöhnung der Völker.

Workcamps sind eine spezielle Form der Jugendbegegnung. Sie führen an Orte der Erinnerung an Kriege und Zeiten der Gewaltherrschaft, an denen sich junge Menschen kennen lernen und gemeinsam ihre Sicht auf die Welt erweitern können: Kritische Fragen stellen, die Spuren der Geschichte suchen, Eindrücke verarbeiten und zusammen darüber nachdenken, das reizte auch Julia Kauschke. Teilnehmer wie sie arbeiten etwa 20 Stunden pro Woche auf Kriegsgräber- oder Gedenkstätten. Sie helfen z. B. bei der Pflege und Instandsetzung deutscher Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie Kriegsgräberstätten anderer Nationen, jüdischer Friedhöfe und (KZ)-Gedenkstätten, um sie als Mahnmale für den Frieden zu erhalten. Einen Ausgleich zur körperlichen Arbeit schaffen Begegnungen mit Menschen des Gastlandes, Ausflüge in die nähere Umgebung, Besichtigungen und andere gemeinsame Aktivitäten. „Am Ende stehen eindrucksvolle und unvergessliche Erlebnisse, die einen so schnell nicht mehr loslassen“, fasste Julia Kauschke ihre Eindrücke am Ende ihres Vortrages zusammen.

Fotos Pressestelle Kreisverwaltung/ Torsten Hoffgaard

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