Besuch auf dem Russischen Ehrenfriedhof Bergedorf

25. Mai 2016

Die Jugendlichen mit Lehrerin Schmidt und Referent Wittenburg

Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Bergedorf waren heute mit ihrer Lehrerin Gerda Schmidt zu Besuch auf dem Russischen Ehrenfriedhof in Bergedorf. Sie ließen sich von Ralf Wittenburg über die Geschichte des Ehrenfriedhofs und das Schicksal der hier bestatteten russischen Soldaten berichten. Besonders überrascht waren die Jugendlichen von der Vielzahl offener Frage, die mit dem Ehrenfriedhof verbunden sind. So erklärte Ralf Wittenburg, dass er trotz monatelanger Recherchen nicht sagen können, zu welchem Zeitpunkt die Ehrenanlage auf dem Friedhof Berge errichtet worden ist und wer sie in Auftrag gegeben hat. Darüber hinaus habe er festgestellt, dass sich für rund 100 der 652 angeblich hier bestatteten Soldaten keine Grabsteine finden ließen.

Abschließend begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach dem Grab des Soldaten Anatoli Schtscherbakow, mit dessen Biographie sie sich bereits beschäftigt haben. Auf der Gedenkveranstaltung, die am 22. Juni zur Erinnerung an das Unternehmen Barbarossa vor 75 Jahren auf dem Ehrenfriedhof Bergedorf stattfindet, werden sie seine Lebensgeschichte vortragen und Fragen an einen unbekannten russischen Soldaten stellen. Im Gespräch mit Zeitzeugen wird danach Gelegenheit sein, sich über das Schicksal der Soldaten und die vielen offenen Fragen rund um Ehrenfriedhof auszutauschen.

Die Veranstaltung zum 75. Jahrestags des Unternehmens Barbarossa findet am 22. Juni um 12 Uhr statt. Interessierte Zuhöhrende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen. Für Snacks und Getränke wird gesorgt.

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