Lesung mit Arno Surminski am 14.11.

Am Vortag des Volkstrauertages las einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller in der Fritz-Schumacher-Halle

17. November 2015

Arno Surminski las aus seinem aktuellen Buch und aus "Vaterland ohne Väter" (Bild: Maurice Bonkat)

„Als der Krieg zu Ende ging": Das ist 70 Jahre her, und zugleich der Titel des aktuellen Erzählbandes von Arno Surminski, aus dem er am 14.11. gelesen hat: Es war eine sehr eindrucksvolle und würdige Veranstaltung, die der Landesverband Hamburg im Rahmen der Gedenkveranstaltung einen Tag vor dem Volkstrauertag durchgeführt hat. Zuvor hat der Autor gemeinsam mit den Gästen, Mitgliedern und dem Vorstand des Volksbundes Hamburg einen Kranz niedergelegt, am Urnenmahnmal direkt vor den Toren der Fritz-Schumacher-Halle, um damit an die Opfer von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft zu gedenken - aber auch in Gedenken an die Opfer in Paris, wie die Vorsitzende des Landesverbandes, Karen Koop, betonte.

Die Lesung, gerahmt von der Kranzniederlegung und einem nachmittäglichen Kaffee- und Kuchenbuffet, war sehr gut besucht: Knapp 140 Gäste fanden den Weg zum Friedhof Ohlsdorf, um dem Autor zuzuhören.

Und das war besonders eindrucksvoll: Im Schicksal der Einzelnen zeigte uns der Autor das, was Millionen Menschen widerfahren ist, und spiegelte in seinen Texten zugleich Weltgeschichte. Seine Geschichten veranschaulichen deutlich, dass der Krieg mit dem 8. Mai 1945 zwar formal zu Ende ging, aber für viele Menschen doch noch lange nicht beendet war. Denn bis heute leben die oft traumatischen Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Flucht als Kriegsfolgen in Familien fort. Das Schicksal von Flucht und Vertreibung ist auch eine persönliche Erfahrung, die der Autor in seinen Werken – vielfach preisgekrönt und ausgezeichnet – verarbeitet; und es ist gleichzeitig aktueller denn je. Ob "Als der Krieg zu Ende ging" oder "Vaterland ohne Väter"; beide Werke, aus denen Arno Surminski gelesen hat, veranschaulichen dies nur zu eindrücklich.

Im Anschluss an die Lesung gab es Kaffee und Kuchen, der Autor signierte seine Werke und es gab die Möglichkeit, bei der Buchhandlung Hofmann eines der Surminski-Bücher zu erwerben. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die wir nur allzu gern wiederholen werden.

 

 

 

Vor der Lesung wurde ein Kranz niedergelegt, die Vorsitzende Karen Koop sprach (Bild: Maurice Bonkat)

 

 

 

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