Gedenkstätte Potocari, Foto: Ute Clausner

BOSNIEN-HERZEGOWINA

Tuzla

Deutsch-Bosnische Jugendbegegnung

19.07.-02.08.2010


Dobro došli in Bosnien und Herzegowina!

Der junge Staat Bosnien und Herzegowina ist im Balkan gelegen, wo es seit Jahrhunderten ein Nebeneinander verschiedener Religionen und ethnischer Gruppierungen gibt.

In der Geschichte des Balkans führte diese religiöse und ethnische Vielfalt oft zu Konflikten und Kriegen. Der letzte große Konflikt, der Bosnienkrieg, fand von 1992 bis 1995 statt. 15 Jugendliche aus Deutschland und Bosnien im Alter von 17 bis 24 Jahren haben sich im Sommer 2010 zwei Wochen lang intensiv mit dem Leben während des Krieges und der Zeit danach beschäftigt. Eindrucksvoll und sehr emotional war ein Besuch Gedenkstätte Potocari, die an das Massaker von Srebrenica erinnert. Zwei Tage lang hat die Gruppe dort auch Pflegearbeiten auf dem muslimischen Friedhof und Unterhaltungsarbeiten in den ehemals von der UN genutzten Gebäuden durchgeführt.

Unterkunft bot das Jugendzentrum von IPAK, unserer Partnerorganisation, im kleinen Dorf Krizevici in in den Bergen. Nach Srebrenica und Tuzla war man etwa 1,5h unterwegs. Die Umgebung war wunderschön und lud zum Wandern ein.

Erlebnisreiche Ausflüge führten uns nach Tuzla und Sarajevo. In diesen Städten konnte man das Lebensgefühl des Balkans in all seinen Facetten erleben. Besuche bei Vertretern der Religionsgemeinschaften und bei den Müttern von Srebrenica, der Organisation der Überlebenden des Massakers, die auch als Nebenkläger vor dem internationelen Kriegsverbrechertribunal in Den Haag auftreten, haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Das Workcamp in Bosnien und Herzegowina fand 2010 zum ersten Mal statt und wird nach den guten Erfahrungen auch 2011 wieder organisiert. Zur Ausschreibung kann hier gelangt werden. Langfristig ist ein zweijähriger Rythmus geplant. Im Volksbund innovativ ist das Camp Zeugnis des modernen friedenspädagogischen Ansatzes des hessischen Landesverbandes, indem versucht wird, Sensibilität gegenüber verschiedenen Dimensionen von Gewaltentstehungsprozessen in der persönlichen Auseinandersetzung mit den noch nicht lange zurückliegenden Ereignissen im Bosnienkrieg auszubilden.  

Weitere Informationen zum Camp und seinen Inhalten bietet das hier als PDF-Dokument bereitgehaltene und von den Teilnehmenden erstellte Camptagebuch. Auch das Programm sowie ein Artikel, den einer der deutschen Teilnehmer, Gunther Hogrefe, über seine Eindrücke während des Camps zur Presseberichterstattung verfasst hat, kann gerne eingesehen werden. 

Informationen zu unserer Partnerorganisation IPAK Mladost gradi budućnost finden sich auf der verlinkten Internetseite.

(Kopie 1)

Bildergalerie Workcamp Tuzla

Foto: Ute Clausner

Foto: Ute Clausner

Foto: Ute Clausner

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Foto: Ute Clausner

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Jugendreferent

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