Deutscher Soldatenfriedhof in Hooglede saniert

Wiedereröffnung am 5. Mai 2012

8 247 deutsche Gefallene des Ersten Weltkrieges sind in Hooglede begraben. Charakteristisch: die Heidebepflanzung und die Bogenhalle.

Kassel, 3. Februar 2012 -Dank der finanziellen Unterstützung durch die flämische Regierung, die Gemeinde Hooglede und die flämischen Denkmalschutzbehörden hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den deutschen Soldatenfriedhof in Hooglede von Grund auf neu herrichten können. Am 5. Mai soll der Friedhof feierlich wiedereröffnet werden.

Dazu erwarten die Gemeinde Hooglede und der Volksbund den stellvertretenden flämischen Ministerpräsidenten, Geert Bourgeois, der als Minister auch für Denkmalschutz und Tourismus zuständig ist. Des Weiteren werden Vertreter der Regional- und der Provinzverwaltung, der Deutschen Botschaft im Königreich Belgien sowie zahlreiche Gäste aus Deutschland anwesend sein. Schüler der Europaschule Leer (Ostfriesland) werden mit Schülern der Reepham High School (GBR) einen gemeinsamen Programmpunkt zur Gedenkveranstaltung beitragen. Auch eine Delegation der fränkischen Partnergemeinde Schnelldorf und Soldaten der Bundeswehr haben sich angesagt.

In Hooglede sind seit den 1920er Jahren 8 247 deutsche Gefallene des Ersten Weltkrieges begraben. Die große Bogenhalle aus Ibbenbürener Sandstein entstand aus dem Material des deutschen Pavillons, der nach Ende der Weltausstellung in Paris 1937 abgebrochen wurde. 1960 baute der Volksbund den Friedhof aus und verlieh der Anlage ihre heutige Gestalt. Seit 2008 steht der deutsche Soldatenfriedhof unter Denkmalschutz der Region Flandern.

Die umfangreiche Sanierung war vor allem wegen der überalterten Vegetation notwendig geworden, umfasste aber neben der Neugestaltung der Rasen- und Heideflächen auch eine Restaurierung der Wege und der Namenplatten. Die Kosten werden von der Flämischen Gemeinschaft (50%), der Provinz Westflandern (15%), der Gemeinde Hooglede (15%) und dem Volksbund (20%) getragen.

Die Kriegsgräberstätte in Hooglede ist neben Langemark, Vladslo und Menen einer der vier zentralen deutschen Soldatenfriedhöfe in Westflandern. Alle vier stehen unter Denkmalschutz und sind damit als kulturelles Erbe Flanderns anerkannt. In Vorbereitung auf die Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des hundertsten Jahrestages des Ersten Weltkrieges, 2014-2018, wird die flämische Regierung weitere Projekte finanzieren, die auch die deutschen Friedhöfe in Langemark und Vladslo betreffen.

 

 

 

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