Kultusminister Bernd Althusmann zeichnet Realschule Haren aus
Im Gästehaus der Landesregierung hat Kultusminister Bernd Althusmann fünf niedersächsische Unterrichtsstätten mit dem Schülerfriedenspreis ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist als einzige emsländische Schule die Realschule Haren. Sie rangiert auf dem mit 600 Euro dotierten zweiten Platz.
Der Schülerfriedenspreis wird in Niedersachsen seit 1993 jedes Jahr für besondere Leistungen vergeben. Er soll der Förderung der Menschenrechte und der Menschenwürde sowie der Integration von Zuwanderern, der Vertiefung von Völkerverständigung und dem Abbau von Vorurteilen dienen.
Die Klasse 10b der Realschule Haren hatte sich mit ihrer Rote-Hand-Aktion gegen Kindersoldaten beworben. Ausgelöst worden war die Aktion durch einen Besuch der Klasse im Rahmen einer Projektwoche auf dem deutschen Soldatenfriedhof im belgischen Lommel. Hier hatten die Schüler festgestellt, dass die Mehrzahl der dort beerdigten Soldaten nur 17 bis 22 Jahre alt geworden war.
Man beschäftigte sich eingehend mit dem Einsatz von Kindersoldaten, die seit 2002 durch die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen verboten sind. Mit der Aktion „Rote Hand“ protestierten sie gegen die Rekrutierung von Kindern für Armeen und Rebellenverbünde und überreichten im September vergangenen Jahres der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann eine Mappe mit 431 Abdrücken von „roten Händen“.


