"Über Grenzen hinweg"

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Paderborn informieren sich über Projekt in Ysselsteyn

8. August 2012

Hermann-Josef Bentler (stv. Geschäftsführer Jobcenter Kreis Paderborn) und Hans Werner Gailus (Geschäftsführer) bei der Kranzniederlegung
Mitarbeiter/-innen des Jobcenters Paderborn lassen sich in die Geschichte der Kriegsgräberstätte Ysselsteyn einführen

Paderborn/ Ysselsteyn (NL). Nachdem bereits im Jahre 2010 die Regierungspräsidentin, Marianne Thomann-Stahl, die damalige ARGE - jetzt JOBCENTER für den Kreis Paderborn - für das vorbildliche Projekt „Über Grenzen hinweg“ (arbeitslose Jugendliche arbeiten auf Kriegsgräberstätten im benachbarten Ausland) ausgezeichnet hatte, verschafften sich jetzt auch weitere Führungskräfte des Jobcenters  im Rahmen einer Bildungsfahrt einen Überblick über die Fortschritte und den Stand des Projektes im Jahre 2012.

Unter Leitung des Geschäftsführers des Jobcenters Paderborn, Hans-Werner Gailus und seines Stellvertreters, Hermann-Josef Bentler (zugleich Mitglied im Kreisvorstand des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge) besuchten sie die deutsche Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn (Niederlande). In der Jugendbegegnungsstätte erhielten Sie eine umfassende

Information über die Jugendarbeit des Volksbundes , die in Form von Workcamps in den Begegnungsstätten in Niederbronn/Frankreich, Lommel/Belgien oder auf dem Golm auf der Insel Usedom und in Ysselsteyn stattfinden .

Auch viele Schulklassen aus dem Kreis Paderborn haben in den letzten Jahren Projektwochen zur Friedensarbeit in diesen Einrichtungen durchgeführt . Der Vorsitzende des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landrat Manfred Müller hält die Jugend-und Schularbeit in diesem Bereich nachwievor für sehr wichtig, um sich sehr praxisorientiert mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Dieses Gräberfeld für inzwischen weit mehr als 32.000 gefallene deutsche Soldaten und Zivilisten des 2. Weltkrieges und die dort befindliche internationale Begegnungsstätte bildet einen der Schwerpunkte des seit nun 6 Jahren laufenden Projektes.

In Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Kreisjugendamt und Relum-Recycling führt das Jobcenter wie auch in den letzten Jahren ein Sonderprojekt mit arbeitslosen Jugendlichen durch.

Im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit werden alljährlich diese Jugendlichen dort praktisch tätig, mindestens gleichbedeutend ist dabei aber auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Krieg und Frieden“. Entsprechend dem Motto „Über Grenzen hinweg“ kommt es zu Treffen mit Jugendlichen aus anderen Nationen aber auch mit niederländischen Zeitzeugen, die über ihre Erfahrungen aus der Zeit der deutschen Besetzung der Niederlande berichten.

Nach detaillierten Informationen und Erfahrungsaustausch mit der Leitung der dortigen Jugendbegegnungsstätte, legte die Besucher vom Jobcenter Paderborn einen Kranz am Mahnmal nieder.

Einen alle beeindruckenden Abschluss fand diese eintägige Fahrt dann mit dem Besuch des Niederländischen Widerstandsmuseums im benachbarten Overloon.

Weniger das dort ausgestellte Kriegsgerät sondern vielmehr die Dokumente und Exponate, die einen intensiven Eindruck vom Alltagsleben aber auch den aktiven und passiven Widerstand weiter Teile der holländischen Bevölkerung gegen die deutsche Besatzung aber auch gegen die durchaus vorhandene Kollaborateure vermittelten, machten nochmals eindrücklich die Bedeutung der Arbeit für den Frieden „Über Grenzen hinweg“ deutlich.

 

Organisiert und begleitet wurde diese Fahrt durch den Geschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Bezirksverband OWL- Stefan Schmidt.

 

(Bernhard Schaefer)

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