14/18 - mitten in Europa: Zeichen des Erinnerns gemeinsam gesetzt

Rathaus Kirchhatten zeigt die Volksbund-Ausstellung noch bis einschließlich morgen 27.10.

26. Oktober 2016

Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit noch bis zum 27.10. zu besuchen

Kirchhatten -  Da sich die Schlacht um Verdun zum 100. Mal in diesem Jahr jährt, wurde am Dienstagabend die Wanderausstellung „14/18 – mitten in Europa“ im Kirchhatter Rathaus eröffnet. Allerdings nur vor einer relativ überschaubaren Zuschauerzahl. „Heute wird viel zu wenig darüber nachgedacht, was Krieg eigentlich bedeutet. Schade, dass bei einem so wichtigen Thema so wenige dabei sind“, bedauerte Bürgermeister Christian Pundt. Die Ausstellung wolle das Unfassbare, den Tod von Millionen Menschen, fassbar machen. „Der Erfolg der Ausstellung bezieht sich auf das Nachdenken darüber.“

Es gebe heute ein gestiegenes Interesse gegenüber dem Ersten Weltkrieg, sagte Evelyn Kremer-Taudien, Geschäftsführerin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Bezirksverband Weser-Ems. „Auch wenn so wenige Leute heute gekommen sind.“ Im Rathaus gebe es viel Publikumsverkehr, so sei es eine gute Sache, dass die Ausstellung hier gezeigt werde. Die wurde vom Volksbund Niedersachsen und seinen Kooperationspartnern (DGB Niedersachsen, Europäisches Informationszentrum Niedersachsen und NiedersachsenMetall) realisiert. Die Ausstellung ist bis zum 27. Oktober im Foyer des Rathauses zu sehen.

„Der Krieg hatte Auswirkungen auf Millionen Leben. Lebensentwürfe wurden nicht verwirklicht, Generationen wurden geprägt. Ohne ihn können nachfolgende Kapitel der deutschen Geschichte nicht verstanden werden“, erklärte Kremer-Taudien. Im Ausland werde der Weltkrieg als Urkatastrophe verstanden, in Deutschland seien seine Schrecken wohl vom Gräuel des Zweiten Weltkriegs verdrängt worden. „Ich wünsche viele neue Erkenntnisse und viele Besucher.“

Die Ausstellung beschäftigt sich mit Antisemitismus, den Auswirkungen des Krieges und mit dem gescheiterten Versuch eine belastbare Friedensordnung aufzubauen. Die 24 Schautafeln versuchen, den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen militärischen Ereignisse, das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der sogenannten Heimatfront darzustellen. Auch der Krieg in den Kolonien, die Verflechtungen der Bündnisse und die Hoffnung der deutschen Juden, durch ihre Teilnahme am Krieg Anerkennung zu erhalten, werden thematisiert.

Schüler des Graf-Anton-Günther Gymnasiums sorgten für eine musikalische Begleitung der Eröffnung und kooperieren für die Ausstellung mit der Gemeinde Hatten.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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