6. Fachdidaktische Tagung für Politik und Geschichte

Anmeldungen bis 22. Januar 2018 | Termine in Hannover, Lüneburg und Oldenburg

29. November 2017

Professor Rolf Wernstedt hält den Einführungsvortrag 2016 / Bild Volksbund Archiv

Populismus und Schule - Historisch-politisches Urteilsvermögen und Werteorientierung von Schülerinnen und Schülern in einem populistischen Umfeld.

Tagung am 08. und 09. Februar 2017 in der Akademie des Sports, Hannover

Besonders seit Beginn des Internetzeitalters informieren sich Menschen aus sehr unterschiedlichen Quellen, in denen oft alles Mögliche ohne nachprüfbare Faktenlage behauptet werden
kann. Die so entstandene Unübersichtlichkeit und vermeintliche Vielfalt der Meinungen führt dazu, dass sich viele MedienkonsumentInnen in ihnen vertraute Kommunikations-Milieus zurückziehen und nur noch das wahrnehmen, was eigene Vorurteile bestätigt oder extreme Positionen fördert – bis hin zum sog. „hate speech“.

PopulistInnen, VerschwörungstheoretikerInnen und InitiatorInnen von Desinformations-Kampagnen machen sich diese nahezu unbegrenzten Möglichkeiten neuer Medienkanäle zu Nutze: Andersdenkende werden diffamiert, Ängste werden geschürt und Fremdenfeindlichkeit bekommt eine offene Bühne. Aber auch Geschichtsbilder werden bewusst gefälscht.

Wie das 20. Jahrhundert zeigt, ist das Phänomen nicht neu: Schon in der Weimarer Republik und während der NS-Zeit gehörten zur Mobilisierung von Massenbewegungen Vereinfachung und Polarisierung zum Repertoire populistischer Hetzpropaganda. Mit Blick auf die Mobilisierungsfähigkeit des Nationalsozialismus ist damals auch von einem „Radikalismus der Mitte“ (Seymour M. Lipset) gesprochen worden.
Im Kalten Krieg bildete schließlich gezielte Desinformation einen festen Bestandteil der Machtstabilisierung.

„Das, was man fühlt, ist auch Realität“, ist ein typischer „postfaktischer“ Satz. Aus der Politikgeschichte weiß man, dass Diktatoren und Demagogen sich gerne Emotionen bedienen. Die Wahrheit wird für eigene ideologische Ziele zurechtgebogen.

Zum Auftrag der Schule gehört es, das Urteilsvermögen der SuS zu fördern, so dass sie sich in einer offenen (Einwanderungs-) Gesellschaft orientieren können. Zum Erhalt und zurweiteren Entwicklung einer pluralistischen und rechtstaatlichen Demokratie ist es deshalb unverzichtbar, dass sich junge Menschen mit den Mechanismen von politischer Manipulation, Propaganda und Populismus beschäftigen. Angesichts der Rolle neuer Medien sind hier auch neue Wege und Antworten einer „Didaktik der Demokratie“ gefordert.

Wie dies unter den Bedingungen der Gegenwart und unter
dem kritischen Rückgriff auf historische Bezüge in der Schule gelingen kann, versucht die Tagung aufzuzeigen.

Weitere Termine am 22. und 23. Februar in Lüneburg sowie am 27. und 28. Februar 2018 in Oldenburg. Das Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte aller Schultypen, Mitarbeiter der außerschulischen Bildung sowie der Erwachsenenbildung.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 22. Januar per Fax, Post oder Email an unten genannte Adresse.


Teilnehmerbeiträge:

  • 30,-- Euro eintägig inkl. eines Abendessens am 1. Tag oder Imbiss am 2. Tag
  • 55,-- Euro für beide Tage inkl. Abendessen am 1. und Imbiss am 2. Tag


Schulen:

Die Kosten der Tagung können über das schuleigene Budget für Fortbildungen abgerechnet werden (Niedersachsen).


Tagungsorganisation:


Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Landesverband Niedersachsen
Wedekindstraße 32
30161 Hannover
Tel.: 0511 - 32 12 82
Fax: 0511 - 30 65 31
Email: niedersachsen(at)volksbund.de


Veranstalter:

- Niedersächsisches Kultusministerium
- Niedersächsischer Geschichtslehrerverband
- Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover
- Deutsche Vereinigung für politische Bildung, Landesverband Niedersachsen
- Leibniz Universität Hannover
- Leuphana Universität Lüneburg
- Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
- Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Niedersachsen


Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

Spendenkonto

IBAN:
DE23520400210322299900

BIC: COBADEFFXXX

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