Jugendliche setzen sich mit der Geschichte auseinander

Volksbund-Miniworkcamp in Schneverdingen-Wintermoor ein voller Erfolg

15. Mai 2017 Silja Lossin und Christian Christoph

Volksbund etabliert Miniworkcamps

Die inhaltliche Auseinandersetzung steht im Vordergrund

Schneverdingen/Windermoor. Wochenend-Workcamp des Volksbundes in Wintermoor. Über 20 junge Menschen arbeiten freiwillig an Stätten von Krieg- und Gewaltherrschaft und setzen sich mit der aktuellen Erinnerungskultur auseinander.

„Wir konnten den jugendlichen Teilnehmern nicht nur etwas über die örtlichen Kriegsgräber vermitteln, sondern haben auch die Arbeit in gemeinsamen Diskussionsrunden reflektiert“, so Leiter Martin Brüning zum Abschluss des Workcamps in Schneverdingen-Wintermoor.Das Mini-Workcamp ist erst das Zweite seiner Art in Niedersachsen nach St. Andreasberg im Harz. Das Waldpädagogikzentrum Schneverdingen in der Lüneburger Heide diente den jungen Leuten als Basis für ihren Aufenthalt.

Als thematischen Einstieg in das Workcamp wurde ein Workshop zur Geschichte des evan.-luth. Friedhofes Wintermoor genutzt. Besonderes Augenmerk lag hier auf der Opfergruppe der ehemaligen KZ-Züge. Mit Hilfe von Wollfäden wurden die Herkunftsorte von 26 bekannten Personen der 156 in Wintermoor bestatteten Personen dargestellt und so ihr Weg nach Schneverdingen nachgezeichnet.Anschließend folgte ein Workshop zum Thema „Erinnern heute?!“.
Das Beispiel der Rede von Björn Höcke sowie dessen Aussagen zur deutschen Erinnerungskultur nahmen die Teilnehmer zum Anlass für eine ausführliche Diskussion. Von den gegenwärtigen Problemlagen und Fragestellungen lässt sich auch die Bildungsarbeit des Volksbundes leiten, immer im Bezug mit den historischen und politischen Hintergründen. Das Aufzeigen von Parallelen der Geschichte und der Gegenwart sind bespielhaft für die Bildungsarbeit des Volksbundes. „Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist wichtig, um Lehren für die Zukunft zu ziehen“, so Organisatorin Silja Lossin vom Landesverband Niedersachsen.

Nach dem Mittag ging es für die Jugendlichen auf den Friedhof zu einem praktischen Arbeitseinsatz mit einer kleinen Gedenkfeier. Durch das Reinigen von Grabsteinen gelang eine weitere Auseinandersetzung mit den Opfern sowie der Frage nach dem Erinnern.Der Volksbund bedankt sich bei der Stadtverwaltung Schneverdingen und der Kirchengemeinde für die Unterstützung im Rahmen des Projekts.

 

 

 

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