Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums gestalten Kriegsgräberfeld auf dem Johannisfriedhof Osnabrück

22. August 2017 Katrin Hofmann

Osnabrück. 18 Schülerinnen und Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums haben am vorletzten Schultag im Rahmen eines Projekttages das Kriegsgräberfeld aus dem Ersten Weltkrieg auf dem Johannisfriedhof gestaltet. Aufgrund der 100-jährigen Wiederkehr des Ausbruchs dieser „Urkatastrophe“ finden 2017 und 2018 viele Veranstaltungen statt, die der Menschen gedenken, die an der Front starben und in der Heimat in vielfältiger Weise litten.
Die Schüler wurden am Aktionstag von der Stadt Osnabrück, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. unterstützt. Grabsteine und Wege wurden mühevoll von Hand gepflegt, ungewolltes Grün gezupft und neue Pflanzen gesetzt. Ausgangspunkt für die Aktion ist ein zwei-jähriges Schulprojekt im Zuge dessen sich die Schüler mit den Kriegsgräbern des Ersten Weltkrieges beschäftigen. Die Schüler haben Archive durchforstet auf der Suche nach Biografien. „Leider ist die Quellenlage nicht so gut, wie wir uns das vorgestellt haben“, räumt die betreuende Lehrerin Sylvia Landscheidt ein und bittet Angehörige die einen Bezug zum Gräberfeld haben, um Fotos oder Briefe aus dieser Zeit. Die Schüler erstellen ein Heft, das auch für die kommenden Generationen des Gymnasiums zur Verfügung stehen soll. Kontaktadresse: sylvia.landscheidt(at)gsg-osnabrueck.de
Ebenfalls um Hilfe bittet der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V., der zum Volkstrauertag „Kerzen gegen das Vergessen“ aufstellen möchte und einen Spender für die Lichter sucht.
Der Projekttag reiht sich in das Kulturprogramm „Neues Leben zwischen alten Gräbern“ ein. Veranstalter sind der Osnabrücker ServiceBetrieb, und FOKUS e.V. mit vielfältiger Unterstützung durch viele Ehrenamtliche, die Christengemeinschaft, den Förderkreis Hasefriedhof - Johannisfriedhof e.V., die Treuhandstiftung „Historisches Bewahren“ und die Bürgerstiftung. Unter den Förderern sind auch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und die Felicitas und Werner Egerland-Stiftung. Informationen zur Treuhandstiftung „Historisches Bewahren“ und Möglichkeiten, sich finanziell für die historischen Friedhöfe zu engagieren, werden gerne gegeben. Erbeten werden Spenden und Stiftungen für allgemeine Bauaufgaben auf den historischen Friedhöfen oder auch für konkrete Familiengräber. Mehr Informationen unter www.hasefriedhof-johannisfriedhof.de.

Text und Bilder: Katrin Hofmann, Stadt Osnabrück

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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