Großsteinhausen: Volksbund-Ausstellung „Krieg und Menschenrechte“ anlässlich des Volkstrauertages 2017

19. Dezember 2017

Die Informationstafel der Reservistenkameradschaft Zweibrücken, die anläßlich der 50jährigen Patenschaft zur Kriegsgräberstätte Großsteinhausen über ihre Aktivitäten informiert (Foto: Gemeinde Großsteinhausen)

Großsteinhausen/LK Südwestpfalz: Aus Anlass des 50-Jährigen Bestehens der Patenschaft der Reservistenkameradschaft Zweibrücken mit der Kriegsgräberstätte in Großsteinhausen wurde auch die Volksbund-Ausstellung „Krieg und Menschenrechte“ in der Trauerhalle in der Friedhofsstraße gezeigt. Insbesondere Schulen waren eingeladen, die Ausstellung  in der Woche vor dem Volkstrauertag zu besuchen.
Auch nach der Gedenkfeier zum Volkstrauertag bestand sowohl die Möglichkeit die Ausstellung als auch die Informationstafel der Reservistenkameradschaft zu besichtigen. Oberst a.D. Joachim Sanden, der Landesvorsitzende des Reservistenverbandes der Bundeswehr sah sich ebenfalls beide Ausstellungen an. „Ich hätte mir trotzdem mehr Besucher gewünscht“ sagte Volker Schmitt, Ortsbürgermeister von Großsteinhausen und Initiator der Veranstaltung. Dennoch war es das erste Mal, dass im Rahmen der Feierlichkeiten zum Volkstrauertag auch Ausstellungen zu sehen waren.

Karl Tomberger, der ehrenamtliche Beauftragte des Volksbundes für den Landkreis Südwest-Pfalz bei seine Ansprache im Rahmen des Volkstrauertages in Großsteinhausen (Foto: Gemeinde Großsteinhausen)

Der ehrenamtlichen Beauftragten des Volksbundes für den Landkreis Südwestpfalz Karl Tomberger sprach für den Volksbund. In seiner Rede sagte er „Wir stehen hier auf einer Kriegsgräberstätte, wo 221 Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Nahezu 850 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten  gibt es weltweit, für die sich der Volksbund einsetzt. Unermessliches Leid, das man zwar in Zahlen erfassen kann. Vorstellen kann man sich das aber alles nicht, es liegt schon weit zurück und die Zeitzeugen werden immer weniger.“ Und weiter sagte er: „Kaum eine Familie war nicht von Kriegsfolgen betroffen. Lebensplanungen wurden jäh zerstört. Und dies weltweit.“

In seiner Rede bezog sich Tomberger auch auf Das Motto der diesjährigen zentralen Gedenkfeier der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zur Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 "Ohne Erinnerung keine Geschichte, ohne Ort kein Gedächtnis, ohne Gedächtnis keine Identität, ohne Öffentlichkeit keine Wirkung." Hierzu führte er aus: „Nur so beschränkt sich  das Gedenken an alle Opfer nicht auf festgelegte Termine und Orte und verschwindet aus dem alltäglichen Leben der Gesellschaft, sondern wird Teil unserer Geschichte und gerät nicht in Vergessenheit. Dazu trägt in besonderer  Weise die Reservistengemeinschaft mit ihrem Engagement und die Dorfgemeinschaft Großsteinhausen bei.“ (UJ)

Die gesamte Rede von Karl Tomberger mit Quellenangaben finden Sie hier.

Die Volksbund-Ausstellung „Krieg und Menschrechte“ war in der Trauerhalle neben der Kriegsgräberstätte in Großsteinhausen gut eine Woche lang zu sehen (Foto: Gemeinde Großsteinhausen)
Oberst a.D. Joachim Sanden (l.), Vorstandsmitglied des Volkbundes Rheinhessen-Pfalz und Landesvorsitzender des Reservistenverbandes der Bundeswehr im Gespräch mit Ortsbürgermeister Volker Schmitt (Foto: Gemeinde Großsteinhausen)
Anläßlich des Volkstrauertages wurde auch auf der Kriegsgräberstätte in Großsteinhausen den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht (Foto: Gemeinde Großsteinhausen)

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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