Vertretertag des Volksbundes in Diepholz

Auch neues Gedenken zum Volkstrauertag

13. November 2017

Kreisvertretertag in Diepholz / Volksbund-Archiv

"Wie kann der Volkstrauertag neu gestaltet werden?" Die Frage stellte Karl-Heinz Mönkemeyer, Vorsitzender des Bezirksverbandes Hannover im Volksbund, auf der Kreisvertretertagung des Kreisverbandes Diepholz. Wichtig sei es, die Rituale der Gedenkfeiern zu überarbeiten.

Die Zahl der Teilnehmer an den Veranstaltungen sinke stetig. "Was müssen wir neu machen, sind Abläufe der Feiern zu einseitig?", fragte er im Restaurant "Zur Post" in Neubruchhausen. So seien beispielsweise Fackeln oder das Tragen von Stahlhelmen nicht mehr zeitgemäß. Mönkemeyer regte an, vor Ort Arbeitskreise zu bilden, die sich mit der Vorbereitung zu den Gedenkfeiern befassten. Außerdem schlug er vor, die Schulen einzubinden. Das allerdings sei im Kreisverband Diepholz beispielsweise in Syke schon der Fall.

In einem war man sich in der Kreisvertretertagung einig: Uniformträger wie Feuerwehren, Schützenvereine, Schießsportkameradschaften, Bundeswehr oder Kyffhäuserkameradschaften seien ein wichtiger Teil der Feiern. Sie gehörten ohne Wenn und Aber dazu.

Landrat Cord Bockhop wies darauf hin, dass es von Ort zu Ort unterschiedliche Veranstaltungsformen gebe. Es müsse hinterfragt werden, warum der Zuspruch an den Gedenkfeiern nicht mehr so sei, wie noch vor Jahren.

Der Kreisverband richtet seinen Blick schon jetzt auf die Feier zum 100-jährigen Bestehen des Volksbundes im Jahr 2019 auf Kreisebene. Dafür sei die Unterstützung von Bezirks- und Landesverband gefragt. Die Tatsache, dass an der Kreisvertretertagung einige Bürgermeister aus Gemeinden und Städten teilnahmen, war für Bockhop ein Zeichen dafür, dass die engagierte Arbeit der Kriegsgräberfürsorge an Bedeutung nicht verloren hat.

Die Statistik, die Oliver Netzband, Geschäftsführer des Kreisverbandes, in seinem Bericht vorlegte, zeigte jedoch, dass die Zahl der Mitglieder auf Kreisebene rapide gesunken ist. Waren es vor etwa 15 Jahren noch rund 1400 Frauen und Männer, sind es jetzt nur noch etwa 445. Das Spendenaufkommen ist laut Netzband ebenfalls gesunken. Kamen bei den Sammlungen vor 15 Jahren noch 176.058 Euro zusammen, waren es 2016 nur noch rund 80.000 Euro.

Ottmar Strehler, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Hannover, führte aus, dass man 2017 aus Osteuropa mehr als 20.000 Gebeine umgebettet habe. In Niedersachsen liegen auf 1417 Kriegsgräberstätten 258.000 Tote aus vielen Nationen.

 

 

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