Volkstrauertag: Gedenken an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

Gedenkstunde im Rathaus Hildesheim

23. November 2017 Stadt Hildesheim

Gedenkstunde in der Rathaushalle Hildesheim

Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule

Dr. Ingo Meyer spricht vor den Gästen

Kranzniederlegung am Nordfriedhof in Hildesheim

Zu einer öffentlichen Gedenkstunde hatte der Verband Hildesheim-Stadt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Volkstrauertag in die Rathaushalle eingeladen.

Maßgeblich mitgestaltet wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von Wortbeiträgen und Chorgesang von Schülerinnen und Schülern der Elisabeth-von-Rantzau-Schule unter Leitung von Roswitha Dinter, Mirle Köhler und Irmgard Abel.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer nahm als Verbands-Vorsitzender in seiner Rede Bezug zur Sinnhaftigkeit des Gedenktages in der Gegenwart: „Auch heute werden täglich Menschen zu Opfern. In Europa fordert vor allem die permanente Terrorgefahr den langjährigen Frieden heraus. Auch das ist leider ein Merkmal der Zeit, in der unsere Kinder heute aufwachsen. Sie wachsen in einer Zeit auf, in der selbst jugendliche Konzertbesucher Ziel und Opfer von Anschlägen sein können. Eine Zeit, in der erstmals viele Staaten dem Krieg näher sind als noch vor wenigen Jahren.

In der sogar moderne Nationen wieder in eine Rhetorik des atomaren Säbelrasselns verfallen. Eine Zeit, in der auf der ganzen Welt brutalste Kämpfe ausgefochten werden. Tagtäglich führen uns dies erschreckende Bilder unweigerlich und immer wieder vor Augen.“ Dr. Meyer erinnerte aber auch an das Schicksal von Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben werden: „Die Flüchtlingsströme der vergangenen Jahre lassen erahnen, wie viel Leid den Menschen weltweit widerfährt. Wir besinnen uns somit auch auf jene, die in den Krisenregionen der Erde um ihr Leben bangen. Auf die Menschen, die Opfer von Unterdrückung und Gewaltherrschaft sind. Und auch auf diejenigen, die nicht wegschauen, sondern für diese Menschen im Einsatz sind, um unser höchstes Gut – Demokratie, Freiheit und Frieden – zu verteidigen. Seit 1955 kamen rund 3.200 Angehörige der Bundeswehr bei der Ausübung ihres Dienstes ums Leben. Auch daran denken wir heute.“

Im Anschluss an die zentrale Gedenkveranstaltung im Rathaus lud der Oberbürgermeister zur traditionellen Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Nordfriedhof.

Dort hatten bereits in der Woche zuvor Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, des Goethegymnasiums, der Anne-Frank-Schule, der St.-Augustinus-Schule und des Andreanums mit rund 350 Straußniederlegungen das Andenken an die Toten geehrt.

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