Pressespiegel - BV Hannover

Stadthagen. Unter dem Titel "Geflohen, vertrieben - angekommen?!" beleuchtet eine Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundet. Die Info-Displays stehen drei Wochen in der Aula der Schule am Schlosspark.

Das Thema "Flucht und Vertreibung" - hierzulande eher in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts verortet - hat seit dem dem vergangenen Jahr eine enorme Aktualtität erfahren. So zeigt die Ausstellung sowohl Schwarz-Weiß-Bilder von Flüchtlingstrecks nach dem Zweiten Weltkrieg als auch Menschen, die in Gummibooten über das Mittelmeer fliehen. Vor allem aber ist eine Fülle an Daten und Fakten, Erlebnisberichten und Statistiken aufgeführt.

Unter anderem erfährt der Leser, dass 1950 der Anteil der Flüchtlinge und Vertriebenen an der Gesamtbevölkerung 16,5 Prozent betrug. Das sind acht Millionen Menschen - wesentlich mehr Flüchtlinge also, als derzeit in Deutschland leben. Die Ausstellung sei konzipiert worden, bevor im vergangenen Sommer die große Flüchtlingswelle über die Balkanroute eingesetzt habe, erklärte Simone Rose, Bildungsreferentin beim Volksbund. Rose:"Die Gegenwart hat uns überrollt." Neuere Zahlen und Fakten, die bei Druck der Infotafeln noch nicht zur Verfügung standen, sind über QR-Codes zu erfahren.

Die Schüler erfahren mittels der Ausstellung, dass es Migration bereits im Mittelalter gab. Aktuell gehe es um rechtliche Aspekte, zum  Beispiel das Asylrecht und die Frage, so Rose: "Warum trifft Frau Merkel Entscheidungen, die in anderen Ländern ganz anders entschieden werden?" Angeregt werde auch die Frage, wie Menschen gedachten wird, "die anden Strand gespült werden".

Schulleiterin Britta Liebelt dankte den Lehrerinnen Regina Dahl und Vivien Siegmann, die die Ausstellung an die Schlossparkschule geholt hatten. Das Thema Krieg und Vertreibung sein ein fester Bestandteil im Lehrplan der 9. und 10. Klassen. Für Liebelt ist geschichtliches Wiessen wichtig, "um handlungsfähig in der Gegenwart zu bleiben."

Die Ausstellung steht auch Schülern anderer Schulen offen.

von Vera Skamira/SN


zum Artikel in den Schaumburger Nachrichten vom 31.08.2016

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