12. November 2015

In eigener Sache

Stellungnahme zu dem Artikel der Elbe-Jeetzel-Zeitung: "Wem gehören die Toten?"

Kriegsgräberfürsorge und Umbettungen in GartowIm September 2012 fanden in der Samtgemeinde Gartow insgesamt 13 Umbettungen von Kriegstoten statt, die von den Friedhöfen in Brünkendorf, Gartow, Lanze, Meetschow und Nienwalde auf die Kriegsgräberanlage in Gartow überführt wurden. Dazu erschien am 17.11.2012 in der Elbe-Jeetzel-Zeitung ein ganzseitiger Artikel, der vor allem die bedauerlichen Versäumnisse in der Kommunikation dieses Vorhabens gegenüber den mancherorts mit der Grabpflege betrauten Personen herausstellte. Unter der plakativen Überschrift „Wem gehören die Toten?“ wirft der Artikel darüber hinaus eine Reihe weiterer Fragen auf, die es dringend geboten erscheinen lassen, die Thematik der Kriegsgräberfürsorge einmal grundlegend zu erörtern.Im Gegensatz zu den zivilen Gräbern in unserem Kulturkreis, die bereits nach einer Ruhezeit von 20 bis 30 Jahren eingeebnet werden können, sollen Kriegsgräber...
Gartow. Irgendwo in der Ferne brummt ein Bagger auf dem Gartower Friedhof. Mit der Totenruhe ist es für ein paar Minuten vorbei. Zu sehen ist nichts. Erst hinter einer mannshohen Thujahecke zeigt sich der kleine Bagger der Samtgemeinde. Erich Kowalke dirigiert das Gerät. Er leitet eine der größten Umbettungsaktionen von Kriegstoten in der Geschichte des Kreises, ist aus dem brandenburgischen Buckow angereist. So wie auf dem Gartower Friedhof erging es vielen Gräbern von ausländischen Zwangsarbeitern, die in Deutschland während des Krieges zu Tode kamen. Verscharrt am Rande des Friedhofs, oft beerdigt unter unwürdigen Umständen, gerieten sie im Laufe der Zeit in Vergessenheit oder wurden mit großen Anpflanzungen vom Rest des Friedhofes getrennt. In Wustrow zum Beispiel war das Grab eines polnischen Zwangsarbeiters im Unkrautdschungel kaum noch aufzufinden, so Jan Effinger vom Volksbund Deutsche...
Im Juni 2013 erhielten der Bezirks- und der Kreisverband des Volksbundes in Lüneburg ein Schreiben von der VVN/BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten), in dem wir darauf hingewiesen wurden, dass auf dem Kriegsgräberfeld III des Lüneburger Zentralfriedhofs, wo alljährlich die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag stattfindet, neben NS-Opfern, deutschen Zivilpersonen und Wehrmachtssoldaten auch SS-Angehörige bestattet sind. Das Schreiben forderte uns auf, wegen dieses Umstandes künftig von Gedenkveranstaltungen an diesem Ort abzusehen.Superintendentin Christine Schmid setzte sich in ihrer Ansprache bei der diesjährigen Veranstaltung zum Volkstrauertag in Lüneburg explizit mit der in dem Schreiben der VVN aufgeworfenen Problematik des Gedenkens an alle Toten des Zweiten Weltkrieges auseinander und fand dabei so treffliche Worte, dass wir ihre...
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