Jugendliche und Kriegsgräber?
Diesen Zusammenhang sehen viele erst auf den zweiten Blick. Aber das genaue Hinsehen zeigt: Kriegsgräberpflege ist nachhaltige, zukunftsorientierte Friedensarbeit. Denn die Beschäftigung mit deutschen Kriegsgräbern ist nur im internationalen Zusammenhang denkbar. Viele deutsche Jugendliche knüpfen in den Workcamps Kontakte zu Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern. Diese Freundschaften halten oft ein Leben lang.
Um diese Kontakte aufrecht zu erhalten, aber auch, um sich mit historisch-politischen Fragen zu beschäftigen, engagieren sich junge Erwachsene auch außerhalb der Workcamp-Saison im Volksbund. Parallel zu den Workcamps organisieren sie Pflegeeinsätze in Niedersachsen, führen Seminare zu zeitgeschichtlichen Fragen durch und kreieren Projekte zur Sozialgeschichte – wie z. B. eine Homepage zur Geschichte der Zwangsarbeit. Sie beteiligen sich aber auch an Spendensammlungen zum Erhalt von Kriegsgräbern und unterstützen den Volksbund in seiner Öffentlichkeitsarbeit.
Die Jugendlichen sind in Jugendarbeitskreisen (JAK) der jeweiligen Bundesländer organisiert. Die Jugendarbeitskreise stehen allen Interessierten ab 14 Jahren offen.



