Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Bad Bodenteich, Ev.- luth. Friedhof

Auf diesem Friedhof ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 64 Tote des Zweiten Weltkrieges und der Gewaltherrschaft in 2 Gräberfeldern.

- Auf der rechten Friedhofsseite, umgeben von einer niedrigen Hecke, die Anlage für die 36 deutschen Opfer. Die meisten von ihnen starben bei der Explosion eines Munitionszuges auf dem Bahngelände Bodenteich am 25. März 1945, die nach Darstellung in der Ortschronik etwa 80 Todesopfer gefordert und große Schäden angerichtet hat.

- Im mittleren Teil des Friedhofs ruhen 28 polnische und sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter/Kriegsgefangene. Zwei von ihnen starben bereits 1942. Die übrigen starben nach Kriegsende als sog. Displaced Persons im Zeitraum 1945 - 1950. Die einmal vorhandenen Einzelgräber wurden eingeebnet. 2 Steinstelen mit den Namen erinnern an sie.

Fotos: Samtgemeinde Aue, Monika Fabig 2012

Bilder von Bad Bodenteich, Ev.- luth. Friedhof

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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