Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Braunlage, Bergfriedhof

Auf diesem Friedhof ruhen in 2 nebeneinanderliegenden Gräberstätten in Friedhofsmitte und einer kleinen Grabstätte links vom Kapellenaufgang - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 304 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Im Einzelnen:

Kriegsgräberstätte deutsche Soldaten Zweiter Weltkrieg - 2 Felder hintereinander in Friedhofsmitte:
- 236 deutsche Soldaten, von denen 35 am 17. April 1945 im Zusammenhang mit den Kämpfen gegen die vorrückenden US-Verbände um die "Festung Harz" gefallen sind. 200 Soldaten verstarben in Lazaretten in Braunlage, die meisten von ihnen gegen und nach Kriegsende.
Gräberstätte der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter der ehem. Sowjetunion:
Links neben der deutschen Kriegsgräberstätte Massengrab von
- 61 sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern - auch Frauen, die in Holz verarbeitenden Betrieben sowie im Steinbruch der ehem. Granit- & Schotterwerke Zwangsarbeit leisten mussten. Nur ein alter, nach Kriegsende aufgestellter Obelisk mit kyrillischer Inschrift erinnert an ihr Schicksal. Ansonsten bleiben die Toten anonym.
Eine deutsche Erklärung oder gar Namensstelen zu diesem Grab findet man bis heute nicht, obwohl viele Namen bekannt sind.

Kriegsgräber deutsche Soldaten Erster Weltkrieg links am Aufgang Friedhofskapelle:
- 7 Soldaten, im Lazaretten verstorben oder überführt
Fotos: Volker Fleig 2014

Bilder von Braunlage, Bergfriedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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