Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Braunschweig, Alter Ev.- Reformiertenfriedhof

Der ehemalige Friedhof der Reformierten Gemeinde in Braunschweig an der Sophien-/ Juliusstraße im westlichen Ringgebiet war von 1749 bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts Begräbnisstätte und gehört damit zu den ältesten Friedhofsanlagen der Stadt. Er enthält im ältesten südlichen Teil eine Reihe formal bemerkenswerter unter Denkmalschutz stehender Grabdenkmale.
Auf diesem Friedhof ruhen aber auch insgesamt 6 Opfer des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Es sind dies:

- 1 im KZ Buchenwald inhaftierter deutscher Staatsbürger, der dort im November 1943 starb und später nach Braunschweig überführt wurde,
- 3 Braunschweiger Bürger, die am 15. 10. 1944 bei dem schwersten Bombenangriff auf die Stadt ums Leben kamen
- 2 sowjetische Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter, die im Frühjahr 1945 verstorben sind. Über ihre Todesumstände ist nichts weiter bekannt. Im Jahr 2005 wurde der Friedhof mit dem Ziel saniert, die historische Begräbnisstätte auch als stadtgeschichtliches Kulturgut zu erhalten und dem interessierten Bürger zugänglich zu machen. Dazu sind die noch existierenden Strukturen der Grabanlagen herausgearbeitet und die vorhandenen Denkmale und Grabeinfassungen an ihrem ursprünglichen Ort belassen bzw. wieder hergerichtet worden. Die ältesten im südlichen Grabfeld stehenden Grabsteine wurden restauriert, in eine befestigte Platzfläche gestellt und das Mausoleum baulich instandgesetzt.Die Anlage wurde teilweise neu eingezäunt und die ursprünglich abgetrennte Fläche an der Ecke Juliusstraße/Sophienstraße dem Friedhof wieder zugeordnet.Das Wegenetz ist in seinen Hauptachsen, dem Zugangsweg und dem Mittelweg neu ausgebaut und die wegebegleitenden Linden ergänzt worden.
Fotos: Volksbund

Bilder von Braunschweig, Alter Ev.- Reformiertenfriedhof

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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