Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Delligsen, Gemeindefriedhof

Auf dem Delligser Friedhof ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 22 Tote der Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in 2 Grabfeldern
:
- in Friedhofsmitte, links auf Höhe der Kapelle 6 deutsche Soldaten des Ersten sowie 6 deutsche Soldaten des Zweiten Weltkrieges in einer halbkreisförmigen Anlage auf Höhe der Kapelle;

- in der Terasse oberhalb 10 sowjetische Kriegsgefangene, die in Rüstungsbetrieben, der Forstwirtschaft und in Steinbrüchen arbeiten mussten.

Die Gräber der sowjetischen Kriegsgefangenen oberhalb der Anlage für die deutschen Soldaten am linken Friedhofsrand wirken zwar einigermaßen gepflegt, sind aber durch keinerlei Grabplatten oder Namensstelen gekennzeichnet, die einen Hinweis auf die hier anonym Ruhenden geben, obwohl Ihre Namen und Daten bekannt und in der Gräberliste erfasst sind.
Für den Friedhofsbesucher erschließen sich diese Gräber nicht. Dies ist sehr bedauerlich.

Fotos: Volker Fleig 2012 & Gemeinde Delligsen (Reihengräber sowj. Kriegsgefangene)

Bilder von Delligsen, Gemeindefriedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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