Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Handeloh, Gemeindefriedhof

Auf diesem Friedhof ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 65 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft:

- 64 unbekannte Opfer eines KZ - Zuges, der - wahrscheinlich am 5. April 1945 in Nordhausen/Harz gestartet - nach tagelanger Irrfahrt am 8. April 1945 auf dem Handeloher Bahnhof einlief.Während der Fahrt gab es kaum Verpflegung, sodss viele Menschen in den überbelegten Güterwaggons infolge Hunger, Durst, Krankheiten und Erschöpfung unterwegs starben. Die während der Fahrt Verstorbenen und einige am Handeloher Bahnhof von Bewachern Erschossenen wurden am Morgen des 9. April 1945 in einem Massengrab in der Nähe des Bahnhofes verscharrt. In den 50er Jahren wurden sie exhumiert und auf dem Handeloher Gemeindefriedhof beigesetzt. Sie sind bis heute anonym geblieben.
- 1 deutsche Zivilperson. Die Todesursache ist nicht bekannt.

zuletzt bearbeitet am 14.12.2016/Christian Christoph

Fotos: Volker Fleig 2013

Bilder von Handeloh, Gemeindefriedhof

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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