Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Holzen

Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Rahmen des "Jägerprogramms" fordern unter den Insassen der Lager bei Holzen nachweisbar 171 Opfer. Todesursachen sind Erschöpfung, Unterernährung, Krankheit und Gewalteinwirkung.

Diejenigen Toten, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht in ihre Heimatländer überführt werden und zunächst u. a. auf dem Holzener Gemeindefriedhof beerdigt sind, werden 1946 auf diesen Ehrenfriedhof umgebettet. Hier ruhen 84 männliche Tote verschiedener Nationalitäten. In 53 Einzelgräbern sind 20 Opfer aus dem Zuchthauslager, vier Insassen aus den Zwangsarbeiterlagern und 29 überwiegend unbekannte Tote aus dem KZ-Lager bestattet.
In zwei Massengräbern liegen Opfer der "Evakuierungen" aus den KZ-Außenlagern im Harz, die 1961/1963 hierher umgebettet werden. Die "Allgegenwart des Konzentrationslagers" wird auch an diesem Gedenkort sichtbar
In zwei Massengräbern liegen Opfer der "Evakuierungen" aus den KZ-Außenlagern im Harz, die 1961/1963 hierher umgebettet werden. Die "Allgegenwart des Konzentrationslagers" wird auch an diesem Gedenkort sichtbar.
Die Gedenkstätte ist ausgeschildert, eine Anfahrt mit Kfz bis zum Friedhof auch auf den letzten 300 m Waldweg bei trockenem Wetter möglich.

zuletzt bearbeitet am 12.12.2016/Christian Christoph

Fotos: Volker Fleig 2012

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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