Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Moringen, Ev.- luth. Friedhof

Auf diesem Friedhof ruhen in 2 Gräberfeldern - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 112 Tote des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Im Einzelnen:

Gräberfeld Displaced Persons am Hauptweg links vor der Kapelle:

- über 50 polnische Zwangsarbeiter, die meisten verstarben nach ihrer Befreiung im DP- Lager Moringen in den Jahren 1945 - 1950, darunter auch Kinder von Zwangsarbeiterinnen
- 2 sowjetische Kriegsgefangene, davon 1 Unbekannter,
- 1 deutscher Soldat, 1943 im Lazarett verstorben und überführt,
- 3 deutsche Jugendliche aus den ehem. Ostgebieten, verstorben 1944,

Gräberfeld Häftlinge des Jugend - KZ Moringen im mittleren Teil am Hauptweg rechts:

- 55 jugendliche Häftlinge des KZ Moringen. Sie starben an Arbeitsüberforderung in den Rüstungsbetrieben der Region, Mangelernährung, Krankheit, Suizid und Mord. Erst 1988 wurde das Gräberfeld mit Namenstafeln versehen.
Die genaue Todesanzahl ist bis heute unbekannt. Neueste Forschungen gehen von über 100 Toten aus.

Fotos: Volker Fleig 2015

Bilder von Moringen, Ev.- luth. Friedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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