Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Munster, Waldfriedhof

Auf diesem Friedhof ruhen in 2 großen gepflegten Gräberfeldern - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 1843 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Im Einzelnen:

1. Kriegsgefangenenfriedhof:
Hier ruhen namenlos unter einer Rasenfläche insgesamt 1176 russische und sowjetische Kriegsgefangene beider Weltkriege, die in Lagern in und um Munster an Krankheit, Unterernährung und Arbeitsunfällen starben. Nur ein orthodoxes Kreuz und ein Mahnmal, geschaffen von einem belgischen Bildhauer 1917, erinnert an sie.
Abweichend von der Gräberliste wird in einer von der Bundeswehr herausgegebenen Broschüre (90 Jahre Truppenübungsplatz Munster 1893 - 1983) folgende Angaben genannt:
- 320 russische Tote des I. Weltkrieges
- 614 sowjetische Tote sowie
- 503 Zubettungen sowjetischer Toter von anderen Friedhöfen der Umgebung nach Ende des II. Weltkrieges.

2. Ehrenfriedhof:
Hier sind bestattet neben einigen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges Angehörige der Wehrmacht, der Waffen-SS - auch ausländische -, des Volkssturms sowie deutsche Zivilbedienstete aber auch einige Zwangsarbeiter. Sie starben durch Krankheit, Unfälle, bei Luftangriffen auf die Militäranlagen, während der Endkämpfe im Raum um Munster im April 1945, der größte Teil jedoch nach Kriegsende in den Jahren 1945 - 1947 als Gefangene der britischen Gewahrsamsmacht.

Sie finden die beiden sehr gepflegten Kriegsgräberstätten am Hauptweg zur Kapelle auf der rechten Seite sowie auf Höhe der Kapelle links

Fotos: Volker Fleig 2015

Bilder von Munster, Waldfriedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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