Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Neustadt a. Rbge., Neuer Ev. Friedhof

Auf diesem Friedhof ruhen in 2 getrennten Gräberfeldern hinter der Kapelle - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 67 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Im Einzelnen:
- 1 deutscher Soldat des Ersten Weltkrieges,
- 22 deutsche Soldaten
- 1 belgischer Wehrmachtssoldat
- 2 ungarische Zivilpersonen
- 2 Kriegsgefangene des ehem. Jugoslawien und
- 3 Deutsche Zivilpersonen aus Beerenbostel.
Sie fielen fast alle bei den Kämpfen um die Leineübergänge Anfang April 1945 in und um Neustadt, kamen bei Tieffliegerangriffen oder durch Artilleriefeuer ums Leben.

Gräberfeld Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter:
- 34 Personen, die meisten aus Polen und Staaten der ehem. Sowjetunion - Frauen und Männer, die in Neustadt in der Landwirtschaft, bei Betrieben und im Torfabbau arbeiten mussten. Etwa die Hälfte der hier Ruhenden starb nach ihrer Befreiung 1945/46.

Fotos: Volker Fleig 2015

Bilder von Neustadt a. Rbge., Neuer Ev. Friedhof

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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