Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Osterheide - Oerbke, Sowjetischer Kriegsgefangenenfriedhof

Am westlichen Rand des Truppenübungsplatzes Bergen befindet sich der Friedhof der Namenlosen mit den Opfern der Kriegsgefangenenlager Fallingbostel und Oerbke. Dort sind etwa 30 000 sowjetische Kriegsgefangene zumeist in Massengräbern sowie 232 Soldaten verschiedener Nationen in Einzelgräbern bestattet, die zwischen 1940 und 1945 in den beiden Lagern starben.

Die sowjetische Militärmission veranlasste 1945 die Gestaltung der etwa 1,5 Hektar großen Anlage. Wie für den Kriegsgefangenenfriedhof Bergen-Belsen fertigte der ukrainische Bildhauer Mykola Muchin ein Marmorrelief als Bestandteil des zentralen Mahnmals an, das im Juli 1945 feierlich eingeweiht wurde.
Zwischen 1962 und 1965 ließ die Bezirksregierung Lüneburg, beraten vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, den Friedhof landschaftlich umgestalten. 1964 wurde das sowjetische Mahnmal abgetragen und durch ein Monument des Celler Künstlers Klaus Seelenmeyer ersetzt. Die Gräber wurden eingeebnet, mit einer Rasenfläche überdeckt und Grabsteine für die namentlich bekannten Toten aufgestellt. In den späten1980er und frühen 1990er Jahre kamen ein russisch-orthodoxes Sandsteinkreuz sowie ein polnischer und ein französischer Gedenkstein hinzu. Gegenwärtig stehen auf dem Friedhof über 100 Grabsteine mit mehr als 900 Namen von französischen, jugoslawischen, polnischen, belgischen und sowjetischen Opfern.
Die Kriegsgräberstätte ist ab Fallingbostel, Vogteistr. ausgeschildert. Parken an der Einmündung Queens Allee. Von dort Fußweg ca. 1.2 km.
Fotos: Volker Fleig 2012

Bilder von Osterheide - Oerbke, Sowjetischer Kriegsgefangenenfriedhof

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Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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