Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Osterode a. Harz, Städt. Friedhof

Nach den uns vorliegenden Informationen ruhen auf diesem Friedhof insgesamt 326 Tote beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in mehreren Gräberfeldern nebeneinander sowie in Einzelgräbern in der Friedhofsfläche. Besucher erreichen die Kriegsgräberstätten auf der Burgberg-Höhe vom Parkplatz am Haupteingang, wenn sie auf dem gepflasterten Weg, der zum zum Burgberg hinaufführt, etwa 350m aufsteigen. Dort rechts vom Burgbergweg mehrere Gräberfelder
Im Einzelnen:

- 1 Gräberfeld mit 8 deutschen Soldaten des Ersten und 94 deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges sowie 26 Bombenopfern der Luftangriffe auf den Osterroder Bahnhof
dahinter das
- 1 Gräberfeld mit 40 ungarischen Soldaten eines 1944 nach Osterode mit Schwerverwundeten evakuierten Lazarettzuges der ungarischen Armee und ungarischen Zivilpersonen, die nach Kriegsende als sog. Displaced Persons in Osterode verstarben.
daneben das
- 1 polnisches Gräberfeld mit 65 polnischen Männern, Frauen und Kindern, die während des Krieges Zwangsarbeit in Osteroder Rüstungsbetrieben leisten mussten und zu Tode kamen oder nach Kriegsende bis 1950 als sog Displaced Persons starben. Hier erinnert auch ein Grab- und Gedenkstein von 1945 in polnischer Schrift an 30 KZ-Häftlinge aus Mittelbau-Dora. Die Häftlinge wurden Anfang April erschossen, als sie in Osterode am Kaiserteich aus den ?Evakuierungs?-Zügen aussteigen und zu Fuß bis Oker marschieren mussten.
daneben
- 2 kleinere Gräberstätten mit jeweils 19 und 12 sowjetischen, polnischen und italienischen Kz - Häftlingen und Zwangsarbeiterinnen. Ihre Namen sind auf den beiden Grabtafeln vermerkt. 2 von ihnen blieben unbekannt.

- Ebenfalls in diesem Bereich ein Gedenkstein für die Toten der Bundeswehr.

Fotos: Jürgen Winkelbach & Volker Fleig 2013

Bilder von Osterode a. Harz, Städt. Friedhof

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Karte der Kriegsgräberstätten


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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Spendentelefon: 0561 700 90

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