Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Schwanewede - Neuenkirchen, Friedhof von Opfern der Gewaltherrschaft

Auf dem sog. Hospitalfriedhof in der Neuenkircher Heide am Rande des Standortübungsplatzes Schwanewede ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 119 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft - Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge vieler Nationen.

Sie verstarben vom Mai 1945 bis April 1946 im Marinegemeinschaftslager 2, indem kurz vor Kriegsende im April 1945 nach Einstellung der Bauarbeiten am U - Bootbunker Valentin in Farge ein Hospital durch den Landkreis Osterholz eingerichtet wurde. Nach Übernahme durch die britischen Truppen diente das Hospital zunächst als Lazarett für die vielen kranken und geschwächten Insassen aus den umliegenden Arbeiterlagern.

Ab 16. Mai 1945 kamen 713 Überlebende aus dem KZ - Auffanglager Sandbostel dazu. Trotz intensiver Pflege kam für viele dieser Menschen die Hilfe zu spät. Für die Verstorbenen legte man nördlich vom Lazarett einen Friedhof an.

Im Jahr 1957 fand man bei Bauarbeiten in der Schwaneweder Heide 19 Tote, deren Identität nicht mehr festgestellt werden konnte. Auch sie wurden in 2 Sammelgräbern auf diesem Friedhof beigesetzt.

Hinweis: Der Besucher erreicht diesen Friedhof über die Straße Schwanewede - Neuenkirchen (L 149) Richtung Neuenkirchen. An der Straßeneinmündung Reiterschanze nach rechts in den Waldweg einbiegen. Dort auch Hinweisschild Kriegsgräberstätte. Nach ca. 650 m erreicht man den Friedhof. Der Waldweg ist bei trockenem Wetter gut mit Kfz zu befahren.

Fotos: Volker Fleig 2014

Bilder von Schwanewede - Neuenkirchen, Friedhof von Opfern der Gewaltherrschaft

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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