Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Seevetal - Hittfeld, Ev.- luth. Gemeindefriedhof

Auf diesem Friedhof ruhen - nach den uns vorliegenden Informationen - insgesamt 74 Tote des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in 2 gepflegten Gräberfeldern. Im Einzelnen:
- Nimmt man den Friedhofseingang Jestefelder Str. so stößt man, sich rechts haltend nach etwa 70 m an der Friedhofsbegrenzung auf die große Reihengrabanlage der 23 sowjetischen Kriegsgefangenen und 1 polnischen Zwangsarbeiter, von denen 14 bereits 1941/42, wohl unmittelbar nach ihrer Ankunft in Hittfeld und Klecken an Krankheit, Erschöpfung und Unterernährung gestorben sind. Die übrigen starben in den Jahren 1944/45.

- Ca. 50 m weiter nach Osten, die Anlage für die die 50 deutschen Soldaten von Heer, Luftwaffe, Marine, Volkssturm und Waffen-SS. Die meisten von ihnen fielen bei den Kämpfen am 20./21. April 1945 um Daerstorf, Lürade und Hittfeld, wenige Tage vor der Kapitulation Hamburgs oder erlagen kurze Zeit später an ihren, bei diesen Kämpfen erlittenen Verwundungen. 13 gefallene Soldaten blieben unbekannt.

Fotos: Volker Fleig 2013

Bilder von Seevetal - Hittfeld, Ev.- luth. Gemeindefriedhof

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

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