Gräberstätten von Krieg & Gewaltherrschaft in Niedersachsen - Listenansicht

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Uelzen, Friedhof St. Marien

Auf dem St. - Marien - Friedhof ruhen - nach Auskunft der Friedhofsverwaltung St. Marien vom 07.01.2014 - insgesamt 495 Opfer beider Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in 2 großen Gräberfeldern sowie in Einzel- oder Familiengrabstätten in der Friedhofsfläche.

Auf dem sog. Ehrenfriedhof für deutsche Kriegsopfer sind bestattet:- 66 in Uelzener Lazaretten verstorbene Soldaten des Ersten Weltkrieges,
- 156 Soldaten des Zweiten Weltkrieges - in Lazaretten bis Kriegsende verstorben, während der Kämpfe im April 1945 in und um Uelzen gefallen sowie bei den Bombenangriffen auf den Bahnhof Uelzen am 22.2.1945 und am 7.4. 1945 ums Leben gekommen,
Auf dem Ehrenfriedhof auch das Grab des Hptm Erich Marquardt, der am 15.4.1945 erschossen wurde weil er sich wohl gegen eine Verteidigung der Stadt ausgesprochen hat (Grab 1, links, 6. Reihe),
- etwa 50 zivile Opfer von Luftangriffen und Kampfhandlungen - Uelzener Bürger, Flak- & Wehrmachtshelferinnen sowie Reichsbahnpersonal.

Auf dem Ausländerfriedhof (Abt. 17) ruhen:
- 8 russische Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges, alle 1918 oder kurz danach verstorben sowie
- 188 Opfer der Gewaltherrschaft vieler Nationen, insbesondere Polen, Angehörige der ehem. Sowjetunion und einige Niederländer. 82 von ihnen sind unbekannt. Sie waren als Zwangsarbeiter in Uelzener Betrieben eingesetzt. Auch von ihnen verloren viele bei den Luftangriffen ihr Leben. .Ca. 500 Kz-Häftlinge des Kz Neuengamme mussten Aufräum- und Gleisbauarbeiten auf dem Bahngelände im März und April 1945 leisten und wurden danach nach Neuengamme zurückgebracht.

Fotos: Volker Fleig 2013

Bilder von Uelzen, Friedhof St. Marien

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Landesinformation für Deutschland

Kriegsgräberabkommen in Deutschland

Die Gestaltung, der Bau, die Pflege und Unterhaltung von Kriegsgräberstätten wurden im Inland durch die Bundesregierung im "Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft"(Gräbergesetz) sowie in der "Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz? (Gestaltungsrichtlinie Inland) festgeschrieben. Demnach wurde die Herrichtung, Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber im Inland den einzelnen Bundesländern übertragen. Die Länder delegieren die Aufgaben zur Pflege und Instandsetzung der Kriegsgräber in aller Regel an die nachgeordneten Verwaltungseinheiten (Friedhofsträger). Aufgrund der seitens der Bundesregierung vorgenommenen Aufgabenteilung ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Inland nur beratend tätig, setzt sich jedoch im Rahmen des Möglichen und in Zusammenarbeit mit den Friedhofsträgern für die Erhaltung und Pflege der Kriegsgräberstätten im Inland ein.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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