Informationstafel soll Gifhorner ans Kriegsende erinnern

- Heinz-Günter Gutmann recherchiert in Rundschau-Artikeln nach Informationen über das Kriegsende 1945. In seiner Hand hält er einen Entwurf für eine Tafel, wie sie auch in Gifhorn aufgestellt werden soll. Foto: Silberstein
Die Stadt soll nicht vergessen, was 1945 geschah. Dafür will der Volksbund eine Geschichts- und Erinnerungstafel auf Gifhorns Friedhof aufstellen.
Als die Amerikaner am 11. April vor 66 Jahren Gifhorn erreichten, saßen die meisten Bewohner der Stadt verängstigt in ihren Kellern. Bomben und Tote gab es allerdings viele an den Tagen zuvor. Vor allem der Bahnhof und die Oldaustraße wurden damals Ziele alliierter Luftangriffe. Das hatte Schulreferent Heinz-Günter Gutmann vom Volksbund zusammen mit 25 Zehntklässlern der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule kürzlich in einem gemeinsamen Wahlpflichtkurs Geschichte mit Lehrer Oliver Lempa herausgefunden. Zur abschließenden Podiumsdiskussion gaben Zeitzeugen noch zahlreiche Details dazu.
Ganzen Bericht aus Gifhorner Rundschau v. 13.08.2011 lesen
Erinnerungen an das Kriegsende: Schüler sprechen mit Zeitzeugen
Sie arbeiten an einer Geschichtstafel über das Kriegsende in Gifhorn, gestern Abend krönte ein Zeitzeugengespräch das Projekt der 20 Dietrich-Bonhoeffer-Realschüler aus dem Geschichtskursus. Die öffentliche Podiumsdiskussion mit Ausstellung stieß auf großes Interesse.
"Ich hätte nicht gedacht, dass Gifhorn so betroffen war und dass es hier Tote gab." Stefanie Kunstmann kam zu neuen Erkenntnissen – nicht nur zum Bombenabwurf 1945 aufs Gebiet rund um den Bahnhof. "Dass es eine Adolf-Hitler-Straße gab, wussten wir nicht, haben wir im Stadtarchiv erfahren."
"In Lehrbüchern steht längst nicht alle Wahrheit", sagt Claus Kronenberg. Der 86-Jährige, der mit im Podium saß, geht seit Jahren als Zeitzeuge durch Schulen. "Über das Dritte Reich und seine Folgen müsste mehr kommen."
Ganzen Artikel aus Wolfsburger Allgemeine Zeitung vom 21.06.2011 lesen
Ehrenamtliche Unterstützer des Volksbundes besuchen Berlin
Der Bezirksverband Braunschweig veranstaltete am 15. Juni einen Tagesausflug nach Berlin für verdiente Unterstützer des Volksbundes. Am Vormittag stand ein Besuch der Deutschen Dienststelle ( WASt) auf dem Programm. Während einer eindrucksvollen Führung wurde den Besuchern die Geschichte und der Auftrag der WASt vermittelt, insbesondere auch die Zusammenarbeit zwischen WASt und Volksbund.
Hier eine Kurzdarstellung der Deutschen Dienststelle auf ihrer Homepage www.dd-wast.de:
„Kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die nach Artikel 77 des Genfer Abkommens über die Behandlung der Kriegsgefangenen vom 27.07.1929 vorgeschriebene nationale Auskunftsstelle in Berlin W 30 eingerichtet. Sie nahm am 26.08.1939 als Dienststelle des Oberkommandos der Wehrmacht unter der Bezeichnung Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene (WASt) ihre Tätigkeit auf.
Ihr oblagen neben der Auskunfterteilung über fremdländische Kriegsgefangene hauptsächlich die Erfassung der Verluste der deutschen Wehrmacht (Verwundungen, Erkrankungen, Sterbefälle, Vermißtfälle), die Bearbeitung dieser Fälle einschließlich der personenstandsrechtlichen Regelungen und der amtliche Gräberdienst.
Im August 1943 wurde die Wehrmachtauskunftsstelle nach Thüringen verlegt und teils in Saalfeld, teils in Meiningen untergebracht. Nach der Besetzung Thüringens arbeitete die WASt seit dem 12.04.1945 unter der Aufsicht der amerikanischen Militärkommission.
Am 01.07.1945, unmittelbar vor der Besetzung Thüringens durch sowjetische Truppen, verlegten die Amerikaner die WASt nach Fürstenhagen bei Kassel. Ende Januar 1946 kehrte die WASt nach Berlin zurück und erhielt ihren jetzigen Namen, der aus der wörtlichen Übersetzung der amerikanischen Bezeichnung entstanden war. Mit Beschluß des Alliierten Kontrollrats vom 14.06.1946 wurde die WASt beauftragt, die aus den internationalen Verpflichtungen und reichsgesetzlichen Aufgaben entstehenden Arbeiten weiter fortzuführen. Sie wurde gleichzeitig der Aufsicht der französischen Gruppe des Kontrollrats unterstellt.
In den ersten Nachkriegsjahren erhielt die Deutsche Dienststelle (WASt) zahlreiche und umfangreiche Unterlagen anderer militärischer und militärähnlicher Verbände.
Ferner hat sie im Dezember 1990 eine Fülle von Unterlagen der ehemaligen Wehrmacht zur Auswertung und Bearbeitung übernommen, die im Militärarchiv Potsdam und im Staatsarchiv der ehemaligen DDR, Außenstelle Dornburg bei Zerbst/Anhalt aufbewahrt wurden.
Die der Deutschen Dienststelle (WASt) ursprünglich übertragenen Aufgaben haben sich durch eine umfangreiche Kriegsfolgengesetzgebung wesentlich erweitert. Die Dienststelle wird wegen ihres einmaligen Materials von Privatpersonen und Behörden in einer Vielzahl von Fällen in Anspruch genommen, die mit dem Dienst in der Wehrmacht und dessen Auswirkung auf unzählige Bereiche zusammenhängen.
Nach einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin vom 9. Januar 1951 wird die Deutsche Dienststelle (WASt) als Behörde des Landes Berlin geführt. Sie gehört zur Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales und ist aufsichtsmäßig dem Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin unterstellt
Die Deutsche Dienststelle (WASt) verwaltet in ihren Bürodienstgebäuden mit rund 15.500 qm Nutzfläche etwa 3.600 t Akten und Karteimaterialien.
Folgende Bestände und Unterlagen sind in der Deutschen Dienststelle (WASt) vorhanden:
1. Eine alphabetisch geordnete Zentralkartei mit über 18.000.000 Karteikarten von Teilnehmern des II. Weltkrieges (Wehrmachtsoldaten und Angehörige anderer militärischer bzw. militärähnlicher Verbände).
2. Über 100.000.000 namentliche Meldungen in den Erkennungsmarkenverzeichnissen und Personalveränderungslisten der einzelnen Wehrmachttruppenteile aus der Zeit des II. Weltkrieges.
3. Über 150.000.000 personenbezogene Meldungen in den Verlustunterlagen der einzelnen Wehrmachttruppenteile, sowie anderer militärischer Verbände des II. Weltkrieges.
4. Über 2.100.000 Personalunterlagen der deutschen Marine (Kaiserlich-Deutsche Marine, vorläufige Reichsmarine, Reichsmarine, Kriegsmarine, deutscher Minenräumdienst und dienstverpflichtete Handelsseeleute) für die Zeit von 1871 bis 1947.
5. Über 1.000.000 Personalunterlagen der deutschen Wehrmacht (Heeres- und Luftwaffenangehörige) wie z.B. Wehrstammbücher, Wehrpässe, Soldbücher etc.
6. Über 15.000.000 Unterlagen über deutsche, österreichische und verbündete Teilnehmer des II. Weltkrieges in alliierter Kriegsgefangenschaft (hauptsächlich französisches, amerikanisches und britisches Gewahrsam), sowie Entlassungsunterlagen über Transporte aus östlichem Gewahrsam.
7. Rund 1.500.000 Unterlagen (Restbestände) über fremdländische Kriegsgefangene in deutschem Gewahrsam.
8. Zentralgräberkartei über Kriegssterbefälle mit 900.000 personenbezogenen Meldungen für den I. Weltkrieg und mit 3.100.000 Meldungen für den II. Weltkrieg.
9. Diverse Einzel- und Sammelunterlagen wie z.B. Ranglistenkartei für Heeres- und Luftwaffenoffiziere, Ordenverleihungsnachweise etc.“
Im Anschluß an den Besuch der WASt besichtigten die Teilnehmer die Ausstellung zum Thema Widerstand im Dritten Reich im Bendlerblock sowie das im Jahre 2009 eingeweihte Ehrenmal für die Bundeswehr, das sich ebenfalls am Bendlerblock befindet.
Gefördert wurde das Projekt durch die Stiftung Gedenken und Frieden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - www.gedenkenundfrieden.de - , über deren Zweck und Aufgaben die Teilnehmer der Fahrt ausführlich informiert wurden.
Bezirksvertretertag in Göttingen
Bezirksvertretertag Göttingen

- Der Bezirksvertetertag des Bezirksverbandes Braunschweig im Sitzungssaal des Rathauses Göttingen
Am 18. Mai 2011 fand der Bezirksvertetertag des Bezirksverbandes Braunschweig im Sitzungssaal des Rathauses Göttingen statt. Die Delegierten wurden von Oberbürgermeister Meyer begrüßt.
Nach den Berichten des 1. Vorsitzenden Walter-Johannes Herrmann, des 2. Schatzmeisters Manfred Schreiber und des Geschäftsführers Michael Gandt wurde der Vorstand neu gewählt. Herr Herrmann wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Seine Stellverteterin wurde Frau Harlfinger. Manfred Schreiber ist nun 1. Schatzmeister, 2. Schatzmeister Frank Flake. Sandra Gelf wurde 1. Schriftführerin und Bernhard Schrodi Beisitzer für die Jugend- und Schularbeit. Dann standen Ehrungen auf der Tagesordnung. Kreisgeschäftsführer Armin Bunk erhielt ebenso wie Merit Bekedorf die Bronzene Ehrennadel. Die Weiß-Goldene Ehrennadel bekamen Landrat Gerhard Kilian und die Kreisgeschäftsführer Perter Zeise und Wilfried Grabes verliehen.
Thomas Rey, Abteilungsleiter "Gedenkkultur, Bildungsarbeit und Gesellschaftspolitik" erläuterte Perspektiven und Herausforderungen der künftigen Arbeit des Volksbundes. Nach lebhaften Diskussionen ging der Bezirksvertretertag zu Ende.
Jugendliche pflegten Kriegsgräber bei Heiningen
76 polnische und russische Kriegsgefangene, die im zweiten Weltkrieg in und bei Heiningen ums Leben kamen, haben in der Nähe des Ortes eine Grabstätte. Rund 30 Jugendliche vom Volksbund, der Kyffhäuserkameradschaft Heiningen und dem THW Wolfenbüttel kümmerten sich am Samstag um die Gedenkstätte. Büsche wurden geschnitten, der Rasen gemäht, es wurde gefegt und Unrat weggeschafft.
"Es musste dringend etwas getan werden", so Hartmut Beischal, Hauptgefreiter der Reserve von der Reservistenkameradschaft Wolfenbüttel. Seit 2009 pflege die Kameradschaft die Gedenkstätte. "Drei Tage sind wir hier.
Bevor wir angefangen haben, wurden wir über das ehemalige Lager und die Schicksale der Menschen informiert", erklärte Svenja-Clara Schmidt vom Jugendarbeitskreis Niedersachsen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Ganzen Bericht aus Braunschweiger Zeitung vom 15.05.2011 lesen
Arbeit für den Frieden: Internationale Jugendbegegnung in Helmstedt
"Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!" Unter diesem Leitspruch, der aus der Gedenkrede des luxemburgischen Premierministers Jean Claude Juncker anlässlich des Volkstrauertages am 16. November 2008 in Berlin stammt, richtet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kooperation mit dem Landkreis Helmstedt und dem Partnerschaftsverein Helmstedt eine internationale Jugendbegegnung vom 8. bis 22. Juli in Helmstedt aus.
30 Jugendliche im Alter von 16 bis 22 Jahren aus Haldensleben in Sachsen-Anhalt, Vitré in Frankreich und Chisinau in der Republik Moldau nehmen daran teil.
Ganzen Artikel aus Braunschweiger Zeitung vom 07.03.2011 lesen
Große Show, tolle Musiker! Und mittendrin der Volksbund

- Reservisten sammeln im Foyer der Volkswagenhalle Braunschweig
Es waren zwei Wochenenden die Spaß gemacht haben. Tolle Künstler und Musiker in farbenfrohen Uniformen und eine grandiose Musik die unter die Haut ging. Die Musikparaden in Göttingen und Braunschweig waren ein Hochgenuss für Fans der klassischen Militärmusik, aber auch für die diejenigen, die die Show und das Spektakel lieben. Und mittendrin der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit seinem Informationsstand.
In den Foyers der Lokhalle Göttingen und der Volkswagenhalle Braunschweig war genug Platz, um die Arbeit des Volksbundes auf einer Gesamtbreite von sieben Metern zu präsentieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirksverbandes Braunschweig Beantworteten viele Fragen zu aktuellen Themen des Volksbundes und präsentierten das Gräbersuche-Online Portal im Internet. Viele der Besucher wollten mehr über den Verbleib ihrer Angehörigen wissen und gaben bereitwillig Namen, Geburtsdaten und Dienstgrade ihrer Vermissten an. Sichtlich gerührt nahmen die Interessierten die Auskünfte entgegen. Viele Einzelschicksale aus längst vergangener Zeit konnten geklärt werden.
Selbstverständlich wurden in beiden Hallen auch gesammelt. Durch die Unterstützung des Reservistenverbandes und Schülerinnen der Realschule Sidonienstraße in Braunschweig konnte ein Betrag über 4.100,- Euro erzielt werden.
Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Braunschweig, Walter-Johannes Hermann, zeigte sich hoch erfreut und dankte allen aktiven Helferinnen und Helfern. Das Geld wird in Projekte der Jugend- und Bildungsarbeit des Volksbundes fliessen, um den Austausch junger Menschen in Deutschland und Europa weiter zu fördern.
Buchlesung bei der Mitgliederversammlung in Helmstedt
Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am 19. August im Schützenhaus zu Helmstedt fand stand eine Buchlesung von Elfie Haupt.
Sie stellte ihr neues Buch mit dem Titel "Soldat Willi Haupt - Ein Einbecker Junge" vor. Erzählt wird darin die Lebensgeschichte ihres 1942 an der Ostfront gefallenen Onkels Willi. Das Buch zitiert u.a. aus der Korrespondenz zwischen Willi Haupt und seiner Familie in Einbeck. Seine große Liebe fand Willi Haupt als Besatzungssoldat auf der britischen Kanalinsel Guernsey, wo er die Schweizerin Elsi kennen- und lieben lernte - auch hierüber wird im Buch berichtet.
Die bewegende Lesung wurde mit herzlichem Applaus durch die anwesenden Mitglieder, Spender und Förderer quittiert."










