Schüler des Campe-Gymnasiums Holzminden ehren Kriegsopfer

Haben ganze Arbeit geleistet: (v.l.) Carolin Brandt, Louisa Petersen, Jürgen Neumann, Saskia Schünemann, Bastian Blume, Melanie Kahl, Merlin Brychcy, Julian Georgi, Lara Thevis, Jan Saß, Annika Oppermann, Inga Bollmann und ihr Lehrer Hans-Joachim Sach. Foto: Reinbold

Holzminden - Schülerinnen und Schüler des Campe-Gymnasiums hatten sich im Geschichtsunterricht und während eines freiwilligen Projektseminars mit der Geschichte der Stadt Holzminden im Ersten und Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Das Ergebnis sind sieben Geschichts- und Erinnerungstafeln, die seit Mittwoch, 11. Mai, auf dem Friedhof Allersheimer Straße zu sehen sind. Sie rufen zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege auf und erläutern wichtige historische Zusammenhänge. Einzel- und Gruppenschicksale von Menschen, die den letzten beiden Weltkriegen zum Opfer gefallen sind, werden wieder lebendig.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hatte die Aktion ins Leben gerufen. Kreisvorsitzender Klaus-Volker Kempa und Schulreferentin Anett Schweitzer würdigten den Einsatz der Holzmindener Abiturienten.
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Ehrung der Sammler des Volksbundes 

2. Bürgermeister Ekkehard Palandt überreichte an die Sammler des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Ehrenurkunden.

Palandt dankte allen persönlich für das große ehrenamtliche Engagement und betonte, dass die Sammlung von insgesamt 3.468,97 Euro um 168,51 Euro höher läge, als im Jahr zuvor. "Mit dem Sammelergebnis von 1.185,52 Euro machen allein die Schulen 34 Prozent des Ergebnisses aus und spielen somit eine wichtige Rolle", so Palandt. Auch der Reservistenkameradschaft dankte der Bürgermeister für ihre langjährige Treue. Ekkehard Palandt erinnerte an die gefallenen Soldaten und machte deutlich, wie wichtig es sei, deren Geschichte wach zu halten.

Neben der Reservistenkameradschaft und Schülern des Andreanums und der Friedrich-List-Schule, waren Vertreter der Marinekameradschaft, des Kreisverbindungskommandos und der Freiwilligen Feuerwehr anwesend.

Stellvertretend für die beteiligten Vereine aus Himmelsthür besuchte Ortsbürgermeister Alfons Bruns die Sammlerehrung. Für die Sparkasse Hildesheim erschien Wilhelm Schröder. Die Sparkasse ist dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schon seit vielen Jahren ein guter Partner, indem sie die Sammelbüchsen auszählt und den Betrag auf das Konto des Volksbundes überweist.

Gabriele Fürstenberg, Stiftungsangelegenheiten und bürgerschaftliches Engagement und Anett Schweitzer, Schulreferentin beim Volksbund-Bezirksverband, organisierten die Veranstaltung.

Text & Bild: Hildesheim Magazin vom 02.02.2011

Schüler gegen das Vergessen

Bevor am Sonntag offiziell der Volkstrauertag begangen wurde, waren es am vergangenen Freitag zahlreiche Schüler, die auf dem Hildesheimer Nordfriedhof Gräber schmückten. Ein wichtiger Tag auch für die 13a der Elisabeth-von-Rantzau-Schule, die sich mit ihrer Klassenlehrerin Stefanie Werner bereits im Vorfeld die Frage stellte: Wie kann das Gedenken an die „Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen“ aufrechterhalten und lebendig gestaltet werden?

Doch bevor die Schüler an diesem verregneten Novembertag den einzigen Kranz am Denkmal niederlegten, informierte Anett Schweitzer, Schulreferentin des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge, über die zahlreichen Kriegsgräber auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik. Eine auf einer Wandtafel angebrachte Landkarte machte den Schülern das Erzählte eindrucksvoll deutlich. Auch verwies Schweitzer auf die zahlreichen ausländischen Toten, die hier begraben liegen. Die meisten von ihnen starben als Zwangsarbeiter des NS-Regimes.

Die Schüler zeigten sich selbst gut informiert. Franziska Kugelann und Henning Fiola hielten kurze Vorträge: über den Volkstrauertag und über die Arbeit der Kriegsgräberfürsorge. Von der Bedeutung des Gedenkens sind die Schüler überzeugt. „Es ist wichtig, dass man sich an die Opfer und die Folgen der Kriege erinnert“, meint der 20-jährige Christian Thielemann.

Kranzniederlegung
Eigens geschriebene Texte machten deutlich, wie wichtig dieser Tag für die Schüler ist. „Man muss an das Geschehene gedenken, damit es nicht noch mal passiert“, erklärt Tarek Fröse (20).

Zum Abschluss stellten sie Lichter auf und verweilten vor den Gräbern der Toten, viele jünger als sie selbst. Das Ende der Zeremonie hätte symbolträchtiger kaum ausfallen können. Als die Schüler den Friedhof verließen, wurde der Regen von der Sonne verdrängt.

Autor: Nikolas Wille, BOS 13a
Elisabeth-von-Rantzau-Schule,
Hildesheim

 

Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums sammeln für den Volksbund

Springe (ric). Kurz vor den Herbstferien haben Springes jüngere und ältere Gymnasiasten die Ergebnisse ihrer Projektwochen präsentiert. Unter anderem haben Schüler des OHG-Süd noch einmal Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt.

 „Gerade jüngere Leute wollen oft nichts spenden, es sind vor allem ältere Frauen, die uns Geld für die Aktion geben“, sagte ein Schüler. Auch Anett Schweitzer, Schulreferentin beim Volksbund-Bezirksverband, hat festgestellt, dass die Spendenbereitschaft trotz allen Engagements demografisch bedingt sinkt. Sie war gestern am Marktplatz ebenso vor Ort wie Bürgermeister Jörg-Roger Hische und Udo Helms vom Fachdienst Ordnung. Hische zückte spontan seinen Geldbeutel und spendete 50 Euro: „Es ist aller Ehren wert und längst nicht selbstverständlich, dass sich Schüler heute noch mit diesem Thema beschäftigen.“ Helms betonte, dass die Einnahmen ohne Abzüge weitergeleitet würden.  

Wie berichtet, hatten sich die Lehrer Arne Plutte und Theo Kleinebrahm zuvor intensiv mit ihren Schülern in Recherchearbeit gestürzt. „Sie haben viel gelernt über die Sinnlosigkeit des Krieges“, sagte Kleinebrahm. Auf dem Friedhof besuchten sie Gräber junger Soldaten, die sich im April 1945 auf dem Annaturm verschanzt hielten – und die wie ihre Familien bei Bombenangriffen der Alliierten ihr Leben ließen.

Markus Richter, Neue Deister Zeitung vom 09.10.2010

 

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