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Kreisverband Wittmund bekommt neuen Geschäftsführer
Karl Hinrichs hört nach 33 Jahren als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Kreisverbandes Wittmund auf. Sein Nachfolger wird Der Kreisbeamte Marco Börgmann.
Weitere Einzelheiten siehe Artikel des Anzeigers für Harlingerland vom 08.05. 2012
86-Jährige suchte in Russland nach Grab
Die Leeranerin wurde gemeinsam mit sieben anderen von der Kriegsgräberfürsorge geehrt
Die Mitglieder des Volksbundes erhielten Auszeichnungen wegen ihrer langjährigen Treue.
Bei der Veranstaltung in Leer wurde auch eine Spende von Heseler Schülern übergeben.
Den ganzen Artikel aus der Ostfriesen Zeitung vom 27.04.2012 finden Sie hier
Tag für den Frieden

- Einen Moment innehalten und sich des Friedens bewusst werden: dafür steht der heutige Volkstrauertag. Archivfoto: Thorsten Konkel
In zahlreichen Städten, Gemeinden und Ortsteilen werden heute zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege Kränze niedergelegt. Am Volkstrauertag geht es aber längst nicht mehr nur um die Toten vergangener Kriege.
Von Bettina Dogs
Delmenhorst - Landkreis Oldenburg. 66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind nicht mehr viele von den Zeitzeugen übrig. "Erlebnisgeneration" nennt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) diese Menschen, die das Leid des Krieges selbst erlebt haben. Und auch wenn immer weniger von den Schrecken jener Zeit berichten können, stehen sie vor allem auch jetzt für eine Zeit, die damals ganz sicher eines nicht war: friedlich.
Zum vollständigen Artikel im Kreisblatt am Sonntag vom 13.11.2011
Haus- und Straßensammlung im Bezirk gestartet
Schüler, Bundeswehrangehörige, Reservisten und viele andere Sammler setzen sich für den Volksbund ein.
Wenn es in diesen Tagen an der Haustür klingelt, kann es gut sein, dass die Ehrenamtlichen des Volksbundes vor der Tür stehen und um eine Spende bitten. Denn: Im ganzen Bezirk hat die Haus- und Straßensammlung begonnen. Viele Freiwillige stellen sich auch in diesem Jahr in den Dienst der guten Sache und bitten für klassischen Aufgaben des Volksbundes im Rahmen der Kriegsgräberfürsorge, aber auch für die Schul- und Jugendarbeit um eine Spende.
Den Startschuss zur Sammlung gaben in vielen Orten Prominente aus Politik, Verwaltung, Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Justiz, Kunst und Kultur. So erzielten in Oldenburg 15 Sammler unter der Regie der Kreisvorsitzenden, Silke Meyn, ein Ergebnis von 610,65 Euro. Mit gutem Beispiel ging auch in Westerstede der Kreisvorsitzende des Volksbundes, Landrat Jörg Bensberg, voran. Zur Seite standen ihm dabei unter anderem der Bürgermeister der Kreisstadt, Klaus Groß, der Leiter des Bundeswehrkrankenhauses, Dr. Christoph Rubbert sowie Eduard Willms, Kreisgeschäftsführer des Volksbundes.
Viel Engagement zeigens schon seit Jahren Schüler in Nordenham. Hier setzen sich Stefan Tönjes (Gymnasium Nordenham) und Anja Dirks (Realschule I) an ihren Schulen für den Volksbund ein. Sie begeistern damit Schülerinnen und Schüler, die aktuell mit der Sammleldose für den Verein unterwegs sind.
Tafel erinnert an Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener

- Auf deutsch und russisch: Die Geschichts- und Erinnerungstafel Tannenhausen
Auricher Schüler erarbeiten Geschichts- und Erinnerungstafel
Genau 70 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion hat Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst am 22. Juni 2011 die Geschichts- und Erinnerungstafel Tannenhausen eingeweiht. Die rund 1,60 hohe Tafel, die an ein Edelstahlgestell montiert wurde, klärt detailliert über das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen auf, die von 1942 bis 1945 im Marineartielleriezeugamt (MAZ) Tannenhausen arbeiten mussten. Recherchen von Schülerinnen und Schülern der Hauptschule Aurich hatten ergeben, dass wahrscheinlich über 230 Rotarmisten dabei gestoben sind in auf dem Friedhof am Stürenburgweg begraben wurden. Hunger, Krankheiten, die schwere Arbeit und nicht zuletzt Misshandlungen waren Ursachen für den Tod der Männer. Der menschenunwürdige Umgang mit den sowjetischen Kriegsgefangene war auf die nationalsozialistische Rassenidelogie zurückzuführen, derzufolge es sich bei den sowjetischen Soldaten um "Untermenschen" handelte. Besonders deutlich wird dies im Vergleich zur Behandlung anderer Kriegsgefangener, zum Beispiel solchen aus westlichen Ländern.
Die Geschichts- und Erinnerungstafel Tannenhausen ist die vierte Tafel, auf der über die Hintergründe einer Kriegsgräberstätte informiert wird. Frühere Projekte führten bereits zu Tafeln in Wilhelmshaven, Varel und Edewecht. Die neue Tafel in Aurich ist jedoch die erste, die zweisprachig konzipiert wurde, so dass auch Besucher aus russischsprachigen Ländern die Möglichkeit haben, sich zu informieren. Der Bezirksverband Weser-Ems plant weitere solcher Projekte und ist auf der Suche nach Partnern aus dem Bildungsbereich.
Besonderen Dank sprachen sowohl die Schüler als auch Vertreter des Volksbundes den Firmen und Institutionen aus, die das Projekt durch finanzielle Hilfe förderten. Dies sind zum einen die Stiftung Gedenken und Frieden wie auch die Firma Omnisbusbetrieb Andreesen in Aurich. Hilfestellung bekam die Projektgruppe zudem vom Staatsarchiv Aurich, dem Historischen Museum Aurich, der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten sowie Stadt und Landkreis Aurich.
Schüler sammeln 13.000 Euro

- Viele Sammler haben zum guten Ergebnis im Vorjahr beigetragen und wurden dafür vom Kreisvorsitzenden Landrat Friedrich Kethorn geehrt.
Rekordergebnis zugunsten der Kriegsgräberfürsorge
Aus sechs Schulen der Grafschaft kamen die engagierten Jugendlichen, die sich auf ihre Art für die Völkerverständigung eingesetzt haben. Der Nordhorner Wolff-Rüdiger Kopper, langjähriger Direktor der Nordhorner Freiherr-vom-Stein-Realschule wurde mit der Spinoza-Medaille geehrt.
gn Nordhorn. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das ohne Ihren Einsatz nicht zustande gekommen wäre“, zeigte sich Landrat Friedrich Kethorn erfreut. Kethorn ehrte am Dienstagnachmittag in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche
Kriegsgräberfürsorge die rund 150 Sammler, die 2010 in der Grafschaft Bentheim „von Haus zu Haus“ gegangen waren. Mehr als 13000 Euro kamen dieses Mal zusammen – ein Rekordergebnis. Unter den engagierten Sammlern waren – wie auch in den vergangenen Jahren – zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen der Grafschaft Bentheim: der Haupt- und Realschule Nordhorn-Süd, des Lise-Meitner-Gymnasiums Neuenhaus, die Realschule Emlichheim, des Schulzentrums Lohne, der Freiherr-vom-Stein-Realschule Nordhorn und des Burg-Gymnasiums Bad Bentheim. „Sie alle haben durch Ihren Einsatz einen Beitrag für Völkerverständigung und Frieden geleistet“, lobte Landrat Kethorn. Mit dieser Unterstützung sei es unter anderem möglich gewesen, ein deutsch-russisches Jugendlager in Aurich durchzuführen. In diesem hätten sich die Jugendlichen mit dem Schicksal von 21 russischen Kriegsgefangenen auseinander gesetzt, die in einem Marinearsenal Zwangsarbeit leisten mussten. Bei der Ehrung im Sitzungssaal des Kreistags waren neben Marco Wingert (Schulreferent des Volksbund-Bezirksverbandes Weser-Ems) auch Vertreter des Schießplatzkommandos der Bundeswehr in Klausheide, der Landfrauen, des Sportvereins Quendorf und des Sozialverbandes Deutschland anwesend. Zu Beginn wurde der Nordhorner Wolff-Rüdiger Kopper mit der Spinoza-Medaille geehrt. Kopper, der dem Volksbund seit mehr als 20 Jahren verbunden ist, hatte als Leiter der Freiherr-vom-Stein-Realschule über viele Jahre hinweg die Sammlung der Schüler organisiert und begleitet. „Wir brauchen solche engagierten jungen Leute wie Sie“, machte Kethorn abschließend deutlich. „Seien Sie darum auch in Zukunft weiter dabei“, so lautete sein Schlussappell an die Schülerinnen und Schüler.
Sammler aus dem Bezirk Weser-Ems in Hannover geehrt
Landtagspräsident Dinkla und Volksbund-Landesvorsitzender Wernstedt überreichen Urkunden

- Stellvertretend für viele andere wurden diese Sammler in Hannover für ihr Engagement geehrt. Foto: Wingert
Hannover. Ein tolles Dankeschön für großen Einsatz: Schüler, Bundeswehrangehörige, Reservisten und engagierte Vereinsmitglieder erhielten im Niedersächsischen Landtag Auszeichnungen für ihr Engagement bei der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes. Hermann Dinkla, Landtagspräsident und Schirmherr des Volksbundes Niedersachsen, ging in seiner Ansprache auf die erfolgreiche Arbeit des Kriegsgräberdienstes ein und betonte, dass die Sammler mit ihrem Einsatz auch die Völkerverständigung gefördert haben. Hierfür stünden unter anderem die Workcamps des Volksbundes, in denen sich junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennenlernen.
Rolf Wernstedt, Landesvorsitzender des Volksbundes Niedersachsen und früherer Landtagspräsident, verwies auf die Kriegsgräberstätten in Niedersachsen. Diese gebe es in fast allen Gemeinden des Landes. Unter den rund 250.000 Kriegstoten, die auf ihnen ruhen, seien viele Gruppen vertreten. Außer Soldaten umfasse dies zivile Opfer von Kampfhandlungen oder Bombenangriffen sowie Opfer der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime. Dazu kämen ausländische Todesopfer wie Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene.
Unter den Geehrten waren Sammler aus Vechta, Bockhorn und Ostercappeln sowie Soldaten der Standorte Wilhelmshaven und Schortens. Stellvertretend für eine ganze Anzahl von Sammlern nahmen Schülerinnen und Schüler der Realschulen Hilter (Kreisverband Osnabrück-Stadt) und Friesoythe (Kreisverband Cloppenburg) ihre Auszeichnungen entgegen. Paul Weber, Ortsverbandsvorsitzender in Bockhorn (Landkreis Friesland), dankte den Schülern der Haupt- und Realschule Bockhorn, die das gute Sammelergebnis im Ort erst möglich gemacht hätten.
Volksbund und SoVD stellen neue Geschäftsstellen vor
Kooperationspartner teilen sich Büroetage in Oldenburg
Helle Räume in ruhiger Umgebung, für alle erreichbar und nahe an der Innenstadt - so lautet die knappe Beschreibung für die neuen Geschäftsräume des Volksbund-Bezirksverbands Weser-Ems. Statt wie bisher in der Kaiserstraße ist das Team um Bezirksgeschäftsführerin Evelyn Kremer-Taudien nun direkt am Pferdemarkt zu finden.
Mit dem Umzug in neue Räume ist aus der bisherigen Nachbarschaft zum Sozialverband Deutschland (SoVD) eine "Wohngemeinschaft" geworden. Die Büros der beiden Verbände liegen nun an einem Flur.
Wer den Volksbund in Oldenburg erreichen möchte, steuert am besten den Pferdemarkt an und sucht dort das große Backsteingebäude am Beginn der Donnerschweer Straße (Hausnummer 4), gegenüber von Landesbibliothek und Studentenwohnheim. Der Eingang zur Geschäftsstelle liegt im Innenhof des Hauses. Die Räume des Volksbunds sind im Erdgeschoss beheimatet, das über wenige Stufen oder alternativ per Fahrstuhl zu erreichen ist.
Außer der Adresse (siehe unten) hat sich nichts geändert. Telefon- und Faxnummer bleiben genauso aktuell wie alle E-Mail-Adressen.
Neue Adresse:
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Bezirksverband Weser-Ems
Donnerschweer Straße 4
26123 Oldenburg
Auricher Hauptschüler forschen zur Geschichte einer Kriegsgräberstätte
Ziel ist es, eine Geschichts- und Erinnerungstafel für den Friedhof in Aurich-Tannenhausen zu erstellen - Bereits über 70 Namen ermittelt
Warum hat es mit der Kriegsgräberstätte in Tannenhausen auf sich? Wer ist dort beerdigt? Unter welchen Bedingungen lebten und starben diese Menschen? Diese und viele andere Fragen versuchen derzeit Zehntklässler der Hauptschule Aurich zu beantworten. Sie beschäftigen sich dabei mit einem Thema, das gründliche Recherche und viel Einsatz erfordert.
Von 1941 bis 1945 nahm die Wehrmacht Millionen sowjetischer Kriegsgefangener gefangen. Diese mussten in den besetzten Gebieten oder in Deutschland selbst ein Leben jenseits aller Abkommen zum Kriegsgefangenewesen führen. Hunger, Krankheiten, Misshandlungen, schwere Arbeit und nicht zuletzt Hinrichtungen bestimmten das Schicksal dieser Menschen. Über die Hälfte von ihnen starb infolge der unemenschlichen Behandlung.
Dazu gehörten auch die Rotarmisten, die im Marineartilleriearsenal Tannenhausen arbeiten mussten. Viele von ihnen wurden auf dem Friedhof am Stürenburgweg beerdigt. Dokumente aus der Nachkriegszeit nennen Zahlen von 89 bis mehr als 200 Menschen, die hier ihre letzte Ruhe fanden.
Um genauere Angaben bemüht sich derzeit Alwin de Buhr. Der Lehrer der Hauptschule Aurich durchkämmt dafür eine russische Datenbank mit Quellen zu den sowjetischen Kriegsgefangenen nach jenen, die in Tannenhausen in Einzel- und Massengräbern bestattet wurden. Mittlerweile kann er auf über 70 Menschen verweisen, die historisch gesichert in Tannenhausen gestorben sind und beerdigt wurden. Auch für weitere Tote, die in den 1950er-Jahren aus Wiesmoor umgebettet wurden, hat de Buhr Belege gefunden.
Im nächsten Schritt werden die Schüler nun dararn gehen, die gesammelten Informationen für eine Tafel zusammenzustellen. Diese soll auf russisch und deutsch über das Schicksal der Soldaten informieren. Wichtig für die Realisierung des Projekts ist dabei, dass sich von Anfang an alle beteiligten Institutionen - von der Schule über den Volksbund, die Stadt, dem Ortsteil Tannenhausen und den Landkreis bis hin zum Staatsarchiv Aurich - über das Ziel verständigt und ihre Unterstützung zugesichert haben.
Russische und deutsche Jugendliche machen 21 Namen sichtbar
Nach sieben Jahrzehnten rührt das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener, die in Aurich-Tannenhausen beerdigt wurden, immer noch
Aurich-Tannenhausen. Sie hießen Michail Laschenko, Wasilii Poduraew oder Ignatii Sinatarenok, ihre Namen aber waren zumindest an ihrem Begräbnisort vergessen: 21 sowjetische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs im Marinearsenal Tannehausen Zwangsarbeit leisten mussten, sind mittlerweile durch Recherchen bekannt. Um diesen Menschen den Namen und damit auch einen Teil ihrer Würde wieder zu geben, haben sich zehn Jugendliche aus Archangelsk sowie sechs Jugendliche aus Aurich zwei Tage lang im Rahmen eines Seminars engagiert.
Dabei ging es im Europahaus Aurich zunächst um Werte, die den sowjetischen Kriegsgefangenen seinerzeit verwehrt wurden und die auch heute noch in vielen Teilen der Welt nicht alltäglich sind: Menschenrechte, Toleranz und Mitbestimmung.
Im zweiten Teil des Seminars beschäftigten sich die Jugendlichen dann mit dem Schicksal der Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in Tannenhausen begraben wurden. Dabei wurde klar: Sowjetische Kriegsgefangene standen in der nationalsozialistischen Rassenideologie auf der untersten Stufe und wurden menschenverachtend behandelt. Hunger, Krankheiten, schwere Arbeit sowie Erschießungen führten dazu, dass allein im Bezirk Weser-Ems 25.000 bis 30.000 Angehörige der Roten Armee auf den Kriegsgräberstätten beerdigt wurden.
In einem weiteren Schritt machten sich die Seminarteilnehmer daran, die ermittelten Namen auf dem Friedhof in Tannenhausen sichtbar zu machen. Dazu erstellten sie Holzkreuze, auf denen die Namen der Gestorbenen auf russisch wie auf deutsch lesen sind. Die Kreuze wurden anschließend im Rahmen einer von den Jugendlichen selbst gestalteten Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.
















