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Volksbund und SoVD stellen neue Geschäftsstellen vor
Kooperationspartner teilen sich Büroetage in Oldenburg
Helle Räume in ruhiger Umgebung, für alle erreichbar und nahe an der Innenstadt - so lautet die knappe Beschreibung für die neuen Geschäftsräume des Volksbund-Bezirksverbands Weser-Ems. Statt wie bisher in der Kaiserstraße ist das Team um Bezirksgeschäftsführerin Evelyn Kremer-Taudien nun direkt am Pferdemarkt zu finden.
Mit dem Umzug in neue Räume ist aus der bisherigen Nachbarschaft zum Sozialverband Deutschland (SoVD) eine "Wohngemeinschaft" geworden. Die Büros der beiden Verbände liegen nun an einem Flur.
Wer den Volksbund in Oldenburg erreichen möchte, steuert am besten den Pferdemarkt an und sucht dort das große Backsteingebäude am Beginn der Donnerschweer Straße (Hausnummer 4), gegenüber von Landesbibliothek und Studentenwohnheim. Der Eingang zur Geschäftsstelle liegt im Innenhof des Hauses. Die Räume des Volksbunds sind im Erdgeschoss beheimatet, das über wenige Stufen oder alternativ per Fahrstuhl zu erreichen ist.
Außer der Adresse (siehe unten) hat sich nichts geändert. Telefon- und Faxnummer bleiben genauso aktuell wie alle E-Mail-Adressen.
Neue Adresse:
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Bezirksverband Weser-Ems
Donnerschweer Straße 4
26123 Oldenburg
Auricher Hauptschüler forschen zur Geschichte einer Kriegsgräberstätte
Ziel ist es, eine Geschichts- und Erinnerungstafel für den Friedhof in Aurich-Tannenhausen zu erstellen - Bereits über 70 Namen ermittelt
Warum hat es mit der Kriegsgräberstätte in Tannenhausen auf sich? Wer ist dort beerdigt? Unter welchen Bedingungen lebten und starben diese Menschen? Diese und viele andere Fragen versuchen derzeit Zehntklässler der Hauptschule Aurich zu beantworten. Sie beschäftigen sich dabei mit einem Thema, das gründliche Recherche und viel Einsatz erfordert.
Von 1941 bis 1945 nahm die Wehrmacht Millionen sowjetischer Kriegsgefangener gefangen. Diese mussten in den besetzten Gebieten oder in Deutschland selbst ein Leben jenseits aller Abkommen zum Kriegsgefangenewesen führen. Hunger, Krankheiten, Misshandlungen, schwere Arbeit und nicht zuletzt Hinrichtungen bestimmten das Schicksal dieser Menschen. Über die Hälfte von ihnen starb infolge der unemenschlichen Behandlung.
Dazu gehörten auch die Rotarmisten, die im Marineartilleriearsenal Tannenhausen arbeiten mussten. Viele von ihnen wurden auf dem Friedhof am Stürenburgweg beerdigt. Dokumente aus der Nachkriegszeit nennen Zahlen von 89 bis mehr als 200 Menschen, die hier ihre letzte Ruhe fanden.
Um genauere Angaben bemüht sich derzeit Alwin de Buhr. Der Lehrer der Hauptschule Aurich durchkämmt dafür eine russische Datenbank mit Quellen zu den sowjetischen Kriegsgefangenen nach jenen, die in Tannenhausen in Einzel- und Massengräbern bestattet wurden. Mittlerweile kann er auf über 70 Menschen verweisen, die historisch gesichert in Tannenhausen gestorben sind und beerdigt wurden. Auch für weitere Tote, die in den 1950er-Jahren aus Wiesmoor umgebettet wurden, hat de Buhr Belege gefunden.
Im nächsten Schritt werden die Schüler nun dararn gehen, die gesammelten Informationen für eine Tafel zusammenzustellen. Diese soll auf russisch und deutsch über das Schicksal der Soldaten informieren. Wichtig für die Realisierung des Projekts ist dabei, dass sich von Anfang an alle beteiligten Institutionen - von der Schule über den Volksbund, die Stadt, dem Ortsteil Tannenhausen und den Landkreis bis hin zum Staatsarchiv Aurich - über das Ziel verständigt und ihre Unterstützung zugesichert haben.
Russische und deutsche Jugendliche machen 21 Namen sichtbar
Nach sieben Jahrzehnten rührt das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener, die in Aurich-Tannenhausen beerdigt wurden, immer noch
Aurich-Tannenhausen. Sie hießen Michail Laschenko, Wasilii Poduraew oder Ignatii Sinatarenok, ihre Namen aber waren zumindest an ihrem Begräbnisort vergessen: 21 sowjetische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs im Marinearsenal Tannehausen Zwangsarbeit leisten mussten, sind mittlerweile durch Recherchen bekannt. Um diesen Menschen den Namen und damit auch einen Teil ihrer Würde wieder zu geben, haben sich zehn Jugendliche aus Archangelsk sowie sechs Jugendliche aus Aurich zwei Tage lang im Rahmen eines Seminars engagiert.
Dabei ging es im Europahaus Aurich zunächst um Werte, die den sowjetischen Kriegsgefangenen seinerzeit verwehrt wurden und die auch heute noch in vielen Teilen der Welt nicht alltäglich sind: Menschenrechte, Toleranz und Mitbestimmung.
Im zweiten Teil des Seminars beschäftigten sich die Jugendlichen dann mit dem Schicksal der Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs in Tannenhausen begraben wurden. Dabei wurde klar: Sowjetische Kriegsgefangene standen in der nationalsozialistischen Rassenideologie auf der untersten Stufe und wurden menschenverachtend behandelt. Hunger, Krankheiten, schwere Arbeit sowie Erschießungen führten dazu, dass allein im Bezirk Weser-Ems 25.000 bis 30.000 Angehörige der Roten Armee auf den Kriegsgräberstätten beerdigt wurden.
In einem weiteren Schritt machten sich die Seminarteilnehmer daran, die ermittelten Namen auf dem Friedhof in Tannenhausen sichtbar zu machen. Dazu erstellten sie Holzkreuze, auf denen die Namen der Gestorbenen auf russisch wie auf deutsch lesen sind. Die Kreuze wurden anschließend im Rahmen einer von den Jugendlichen selbst gestalteten Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.
Ehrung für 30 Jahre Engagement zugunsten der Kriegsgräberfürsorge
Im Rahmen des Bezirksvertretertags in Osnabrück zeichnete der Bezirksvorsitzende Dietmar Schütz den langjährigen Kreisgeschäftsführer des Kreisverbands Oldenburg-Land, Hans-Joachim Kohls, aus.
Osnabrück. Viele lobende Worte, Glückwünsche der Delegierten und eine förmliche Anerkennung: Als sich beim Bezirksvertretertag in Osnabrück der Focus auf Hans-Joachim Kohls richtete, waren sich alle einig, dass frühere Kriegsgeschäftsführer die Albert-Schweitzer-Medaille mehr als verdient hat. Von 1979 bis 2009 vertrat er die Angelegenheiten des Volksbundes im Landkreis Oldenburg. "Und in dieser Zeit haben Sie etwas bewegt", betonte Dietmar Schütz, der eine der höchsten Auszeichnungen des Volksbundes verlieh. Zu den Gratulanten gehörten außer Bezirksgeschäftsführerin Evelyn Kremer-Taudien und ihrem Vorgänger Christoph Neumann-Silkow auch Kohls Nachfolger als Kreisgeschäftsführer in Wildeshausen, Siegfried Bluhm.
Ehrenmedaille für Grafschafter Schulen

- Dank für den großen ehrenamtlichen Einsatz sprach Landrat Friedrich Kethorn als Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Sammlern aus. Foto: Privat
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ehrt Grafschafter Sammler
gn NORDHORN. Große Freunde herrschte bei den Schülerinnen und Schülern und den verantwortlichen Lehrern der Freiherr-vom-Stein-Realschule Nordhorn, der Realschule Emlichheim, des Burg-Gymnasiums Bad Bentheim und des Schulzentrums Lohne. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde überreichten der Kreisvorsitzende, Landrat Friedrich
Kethorn, und die Bezirksvorsitzende, Evelyn Kremer-Taudien, den Schulen die Ehrenmedaille des Volksbundes
Deutsche Kriegsgräberfürsorge für ihr langjähriges Engagement.
Schüler und Soldaten pflegen Wilhelmshavener Ehrenfriedhof
Wilhelmshaven, 18. Mai 2010. Die Pflegearbeiten auf dem Wilhelmshavener Ehrenfriedhof sind für die Schülerinnen und Schüler der Agnes-Miegel-Schule nichts Neues, schließlich engagieren sich schon seit Jahren Jugendliche auf der Kriegsgräberstätte. Was aktuell auf dem 1910 eingeweihten Friedhof anliegt, ist allerdings schon etwas Besonderes. Zusammen mit Angehörigen der Marine wollen die Schüler das große Hochkreuz in neuem Glanz erstrahlen lassen. Dafür ist das Kreuz aus witterungsbeständigem Tropenholz bereits per Kran hingelegt worden. Nun geht es zunächst darum, die alte Farbe abzuschleifen, bevor ein neuer Anstrich aufgebracht wird. Parallel dazu laufen Reinigungsarbeiten an Kreuzen und Denkmalen auf der großen Kriegsgräberstätte. Bis zum Ende der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Während die Wilhelmshavener Schüler sich auf dem Ehrenfriedhof engagieren, lernen Mitschüler eine andere, nicht weniger beeindruckende Kriegsgräberstätte kennen. Rund 50 Jugendliche aus drei Klassen haben sich auf den Weg nach Usedom gemacht, um eine Woche in der Jugendbegegnungsstätte Golm zu verbringen. Auf dem Programm stehen dabei neben dem Kennenlernen des Friedhofs Ausflüge in die Umgebung sowie die Beschäftigung mit der deutsch-polnischen Vergangenheit und Gegenwart.
Volksbund zeichnete Soldaten aus
Oberleutnant Dietmar Fischer von der 4. Luftwaffendivision in Aurich begleitet seit 20 Jahren die Emder Jugendlager der Kriegsgräberfürsorge in der Normandie. Seit 2005 führt er das Unterstützungskommando.
Für sein großes Engagement bei den Jugendlagern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) und der Stadt Emden in Frankreich ist Oberleutnant Dietmar Fischer aus dem Kommando der 4. Luftwaffendivision in Aurich mit der Albert-Schweitzer-Medaille des VDK geehrt worden.
















