Auf Entdeckungsfahrt in den Nordosten

Ein Reisebericht zur Studien- und Erlebnisfahrt des Kreisverbandes Minden-Lübbecke ans Stettiner Haff

22. Mai 2017

Minden. Im Mai begaben sich Mitglieder und Förderer des Kreisverbandes Minden-Lübbecke, im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., auf Entdeckungsfahrt in den Nordosten Deutschlands. Diese von H.-Dieter Winterberg und Thieker-Reisen organisierte sechstägige Studien- und Erlebnisfahrt vom 14. bis 19. Mai 2017 führte unter anderem zu Kriegsgräberstätten auf dem Golm, nach Neumark in Polen und zu einer Gedenkstätte in Karlshagen.

Am frühen Sonntagmorgen begann die Fahrt in Minden mit dem Ziel Korswandt, im sogenannten Achterland, auf der Insel Usedom. Im Hotel Baltic Hills waren für die nächsten Tage die Zimmer reserviert. Schon während der Hinfahrt wurde eine längere Pause in der alten Hansestadt Wismar für eine Stadtführung genutzt.

Die wieder aufgebaute Nikolaikirche der kleinen Hansestadt Anklam war das erste Ziel am nächsten Morgen. Hier wurde im IKRAREUM an den Anklamer Bürger Otto Lilienthal und seinen Traum vom Fliegen erinnert. Weiter ging es bei herrlichstem Sommerwetter in die nordöstlichste Hafenstadt Deutschlands, nach Ueckermünde. Jene zwischen Haff und Heide gelegene Stadt mit ihren alten, malerischen Häusern wurde mit einem Gästeführer erkundet. Zum Ausklang erwartete der Kapitän der Reederei Peters die Reisegruppe zu einer Rundfahrt auf dem Stettiner Haff, das man auch Oderhaff oder Pommersches Haff nennt.

Tags darauf, während einer Rundfahrt mit dem Reisebus, erlebten die Teilnehmer die beeindruckende feinsandige Ostseeküste entlang des pommerschen Haffs. Die drei Seebäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck, die den Beinamen "Kaiserbäder" tragen, wurden dabei auch entdeckt. Eine Besonderheit war die lange Strandpromenade - die längste in Europa: Auf sechzehn Kilometern verbindet sie die Kaiserbäder untereinander und führt nach Osten bis ins polnische Swinemünde. Zum Abschluss des Tages informierte Fabian Schwanzar, wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter in der JBS-Golm, dann bei einer Führung auf dem Golm über die größte Kriegsgräberstätte des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Ein weiterer Ausflug führte die Reisegruppe nach Polen. Vormittags wurde dabei die Kriegsgräberstätte in Neumark, etwa 20 km südlich Stettins gelegen, unter fachkundiger Leitung des Friedhofsverwalters Piotr Nycz-Wasilecv besichtigt. Der Nachmittag war durch eine Visite in der grenznahen, polnischen Stadt Stettin gekennzeichnet. Unser polnischer Gästeführer, Herr Bogdan, konnte uns dabei viel über das alte und neue Stettin berichten.

Im Mittelpunkt des letzten Reisetages stand die Hanse- und Universitätsstadt Greifswald. Rund um den Marktplatz konnte die, das historische Stadtbild prägende, mittelalterliche Backsteingotik erlebt werden. Einen verträumt-romantischen Akzent bildete dagegen der Besuch im Fischerdorf Wieck mit der noch heute von Hand betriebenen Holzklappbrücke. Die in einer großzügigen Parkanlage gelegenen Ruinen des 1199 gegründeten Zisterzienserklosters Eldena ließen abschließend ein Bild vergangener Zeiten auferstehen.

Am Ende der diesjährigen Reise wurde zudem noch die Mahn- und Gedenkstätte Karlshagen aufgesucht. Auch dieser Ausflug hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Kreisverband.

Text und Fotos: Hans-Dieter Winterberg (Reiseleiter)

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