Darum Europa!

Gemeinsames Erinnern für die Zukunft

13. Dezember 2017

Bocholt/Ysselsteyn: Am 22.11.2017 begegneten sich je 14 deutsche und niederländische Jugendliche der Hohen-Giethorst-Schule und deren niederländische Partnerschule, dem Metzo-College, auf der Kriegsgräberstätte in Ysselsteyn. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Zweiten Weltkrieges beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Bedeutung von Frieden und Völkerverständigung in einem vereinten Europa.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 nahmen in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Ysselsteyn an einem Tagesseminar teil. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs anhand der Schicksale einzelner Kriegstoter, die in Ysselsteyn ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Ziel war es, den Wert von Frieden zu vermitteln. Möglich wurde der Projekttag durch die finanzielle Unterstützung des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Euregio sowie der Stiftung Gedenken und Frieden. Er ist Teil der Bildungspartnerschaft zwischen der Hohen-Giethorst-Schule und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg.

Zu Beginn setzten sich die Schülerinnen und Schüler in gemischtnationalen Kleingruppen mit vier Lebensläufen auseinander, die durch den Krieg ein vorzeitiges Ende fanden. Darunter waren Georg Quass und Harry Herrmann. Ersterer fiel mit 40 Jahren und könnte altersmäßig der Vater der Jugendlichen gewesen sein, Letzterer war mit 17 Jahren kaum älter als die Schülerinnen und Schüler. Anhand verschiedener Quellen und ergänzender Informationen zu den Einzelschicksalen wurden die Schrecken und das Leid des Krieges für die Jugendlichen greifbar.

Anschließend bekamen die Schülerinnen und Schüler eine Führung über die Kriegsgräberstätte, in deren Rahmen die Jugendlichen die Gräber der vier Kriegstoten aufsuchten und deren Schicksale vorstellten. Angesichts der Masse an Kriegsgräbern wurde ihnen klar, was Krieg bedeutet, und dass dieser nicht nur Soldaten betrifft, sondern auch Zivilisten und Bomben selbst kleine Kinder nicht schonen.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller, die leider nicht persönlich kommen konnte, hob in ihrem Grußwort die Bedeutung von Projekten dieser Art für den europäischen Gedanken in Gegenwart und Zukunft hervor. Besuch bekam die Gruppe von Frank Eßing, Mitarbeiter der VHS und Kreisgeschäftsführer des Volksbundes, der den Bocholter Bürgermeister vertrat, und sich beeindruckt von den Leistungen der Schüler zeigte. Auch er hob die Wichtigkeit solcher Projekte hervor. Nicht minder beeindruckt von den Ergebnissen waren die begleitenden Lehrkräfte Juliane Krolle und Mehemt Turan.

Am Ende des Projekttages zeigten sich die Jugendlichen betroffen über das Leid, das Kriege verursachen und stellten heraus, wie wichtig es ist, den Frieden zu erhalten.

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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