Ein Abend für den Frieden

Bocholter Projektorchester und Kreisorchester Borken geben Benefizkonzert für den Volksbund

28. November 2017

Bocholt. Mit einem anspruchsvollen Programm fand unter dem Titel „Ein Abend für den Frieden“ am Samstag zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein Benefizkonzert im Städtischen Bühnenhaus statt.

Es war eine sehr kontrastreiche Darbietung, mit der das Bocholter Projektorchester, bestehend aus Musikern der Musikschule Bocholt-Isselburg, des Instrumentalkreises Lowick und des Kreisorchesters Borken, gemeinsam den Abend gestalteten. Während das Projektorchester die Besucher mit Musik, die den meisten unbekannt war, neugierig machte und teilweise auch staunen ließ, setzte das Kreisorchester auf Bewährtes zum Thema: "Opera meets Musical".

Gut gewählt war der Auftakt des Projektorchesters mit "Ride" unter der Leitung von Constantin Hesselmann. Mit einem euphorisch-temperamentvollen musikalischen Ritt beschreibt der amerikanische Komponist Samuel R. Hazo einen Erfolgstag, den er selbst erlebt hat.

Johan de Meij versucht mit "La Quintessenza" die verschiedenen Nuancen der Musik darzustellen. Unter der Leitung von Bodo Biermann erklang ein lyrischer Teil, dem eine Fanfare und eine burleske Variante des Motivs als Capriccio vorausgingen. Im Finale wiederholte sich noch einmal kraftvoll das Eröffnungsthema und machte das Ganze als musikalischen Rundgang schlüssig.

Die Suite "Gallimaufry" (übersetzt: Durcheinander, Wirrwar) wirkt etwas fremd. Der Komponist porträtierte hier das 15. und 16. Jahrhundert und entführte den Zuhörer in die Welt von Shakespeare. Mit leichterer Kost beendete das Bocholter Projektorchester sein Programm mit einem Medley aus den 80er-Jahren. Es enthielt Ohrwürmer wie "Skandal um Rosi", "Sternenhimmel", "Ohne dich" und "Amadeus, Amadeus".

Nach der Pause präsentierte das Kreisorchester Borken unter der Leitung von André Baumeister "Carmen Fantasy", ein gelungenes Potpourri aus der Oper von Geoges Bizet. Die Schweizer Naturlandschaft konnte der Zuhörer bei der Ouvertüre zu "Wilhelm Tell" von Gioacchino Rossini nachempfinden. Vom zarten Sonnenaufgang über der Bergidylle, dem Klang von Kuhglocken bis zum berühmten Galopp war das Stück ein Genuss. Melodien aus "Porgy und Bess" sowie ein symphonisches Porträt von Andrew Lloyd Webber mit Melodien aus "Evita", "Cats" und "Jesus Christ Superstar" schlossen den Kreis und wurden vom Publikum mit viel Beifall belohnt. Mit "The Wizard of Oz" endete das Konzert in einem grandiosen gemeinsamen Finale beider Orchester.

Text: Gudrun Schröck

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