Europa zu Gast in Münster

Das Internationale Camp lud zur feierlichen Abschlussveranstaltung

17. August 2017

Münster. 25 Jugendliche aus zwölf Nationen luden am Montagnachmittag Interessierte zum feierlichen Abschluss Ihres Workcamps ein. Mit Regierungspräsident Prof. Dr. Klenke, Bürgermeister Joksch und weiteren Vertretern aus Politik und Gesellschaft gedachten sie der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft.

„Wenn junge Menschen sich mit den Ursachen und Folgen von Kriegen auseinandersetzen und sich aktiv für eine internationale Verständigung einsetzen, ist das Arbeit für den Frieden und gegen das Vergessen“, sagte Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke zum Abschluss des Workcamps in Münster. Damit unterstrich er den Völkerverbindenden Charakter der zweiwöchigen internationalen Jugendbegegnung, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert hatte. Über vierzig Gäste kamen zur Abschlussveranstaltung auf dem Waldfriedhof Lauheide, um gemeinsam mit den Jugendlichen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken.

Unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft“ untersuchten die jugendlichen TeilnehmerInnen des Workcamps in Münster das Menschenrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit während des Nationalsozialismus. Im Gedenkort Villa ten Hompel informierten sie sich über die Deportationen westfälischer Juden nach Riga und sprachen mit Historikern über die teilweise schwierige Erinnerung an die Verbrechen. Sie tauschten sich aber auch über ihre eigenen Erinnerungskulturen aus. Darüber hinaus wurden sie selbst tätig und halfen bei der Pflege der sowjetischen Kriegsgräberstätte auf dem Waldfriedhof Lauheide, um sie als Mahnmal für den Frieden zu erhalten.

Neben diesen ernsten Themen erkundeten die Jugendlichen die lebenswerte Stadt, machten Ausflüge in die nähere Umgebung oder entspannten am Aasee. Ausgehend von den vielen Erlebnissen während des Camps stärkten die Jugendlichen die interkulturelle Begegnung über Ländergrenzen hinweg und setzten damit ein Zeichen für ein friedlicheres Miteinander in Europa.

Text und Foto: Bildungsreferentin Konstanze Zechendorf

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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