Friedensmarsch von Bad Pyrmont nach Heemstede

Helmut Eichmann zu Besuch in OWL

25. August 2017

Vor dem Mahnmal in Harsewinkel von links: Eckhard Möller, Helmut Eichmann, Rolf Furtwängler, langjähriger Volksbund-Vorsitzender aus Gütersloh und Jens Effkemann. Foto: Irina Isaeev

Viel vorgenommen hat sich der 67-jährige pensioniere Diplom-Handelslehrer Helmut Eichmann aus Bad Pyrmont. Von Mitte August bis Anfang September will er die über 370 km lange Strecke von Bad Pyrmont bis zur niederländischen Partnergemeinde Heemstede bei Amsterdam zu Fuß zurücklegen. Das Motiv des langjährigen Vorsitzenden des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im renommierten niedersächsischen Badeort: „Ich will einerseits an den völkerverbindenden Charakter der Städtepartnerschaft erinnern und andererseits durch den Besuch von Gedenk- und Erinnerungsorten an die Schrecken des Krieges ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen.“ Eichmann, der zu den Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag in seinem Heimatort seit vielen Jahren auch Gäste aus Frankreich und Russland einlädt, sucht daher an seinen Etappenorten die Ehren- und Mahnmale auf, die an die Opfer und Krieg und Gewaltherrschaft erinnern.

Am vergangenen Mittwoch traf er von Marienfeld kommend in Harsewinkel ein und ließ sich von Stadtarchivar Eckhard Möller das Mahnmal an der Münsterstraße zeigen. Der Stadtarchivar konnte ihm vom Vorgängerdenkmal im Schatten der St.-Lucia-Kirche und den Debatten im Harsewinkeler Stadtrat berichten, die schließlich zur Errichtung des bewusst als Friedenszeichen konzipierten Denkmals an der Münsterstraße führten. Als Gast mit dabei: Jens Effkemann, Regionalgeschäftsführer des Volksbundes aus Münster, der bei dieser Gelegenheit die Erinnerungsorte in Harsewinkel kennenlernte. Denn von Harsewinkel ging es weiter nach Greffen, wo die kleine Gruppe zunächst das Gräberfeld der sowjetischen Kriegsgefangenen besuchte und danach das aus dem Jahr 1938 stammende Greffener Kriegerdenkmal. Nach einer kurzen Gedenkminute verabschiedete sich Helmut Eichmann und machte sich zu Fuß auf den Weg nach Warendorf. An seinem Zielort in den Niederlanden wird er am 6. September erwartet.


Am Montag macht Helmut Eichmann bereits in Bielefeld Station. Auf dem Sennefriedhof legte er Blumen nieder und gedachte der dort bestatteten Soldaten, Widerstandkämpfer, Bombenopfer, KZ-Insassen und ZwangsarbeiterInnen. Begleitet wurde er von dem Sozialdezernenten und Vorsitzenden des Kreisverband Bielefelds, Ingo Nürnberger, sowie Kerstin Beckmann-Schönwälder und Jens Effkemann. Die Bildungsreferentin Hanna Hittmeyer stellte der kleinen Gruppe einige Biografien der hier bestatteten Kriegstoten vor. Am Abend genoss Helmut Eichmann noch ein gemeinsames Abendessen mit Flüchtlingen in der Flüchtlingsunterkunft Rütli. Um ein wenig Gepäck erleichtert, ging es für ihn am nächsten Tag weiter nach Harsewinkel.

 

Text: Eckhard Möller; Ergänzungen: Hanna Hittmeyer

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