JAK-Frühjahrstreffen 2017 in Den Haag zum Thema „Krieg und Menschenrechte“

10. Mai 2017

Gruppenfoto vor dem Friedenspalast

Ausstellung im Besucherzentrum des Friedenspalastes

Registrierung im Humanity House - die Reise beginnt

Verhörzimmer im Humanity House

Essen/Den Haag. Passend zum Schwerpunkthema der Jugend- und Bildungsarbeit des Volksbundes 2017 „Krieg und Menschenrechte“ fand vom 21.-23. April 2017 das Frühjahrstreffen des Jugendarbeitskreises NRW als Fortbildungsfahrt nach Den Haag statt. Neben JAK-spezifischen Themen ging es also vor allem darum, die Jakies als Multiplikatoren für das Jahresthema Krieg und Menschenrechte fortzubilden.  

Den Haag gilt als die Stadt von Frieden und Gerechtigkeit, denn sie beherbergt zentrale Institutionen der „Weltjustiz“. Vor Ort befindet sich zum Beispiel der internationale Gerichtshof, das Hauptrechtsprechungsorgan der UNO. Hier wollten wir uns natürlich genauer ansehen, wie es um die internationalen Bemühungen zur Ächtung des Krieges bestellt ist.

Am Samstag stand daher zunächst der Besuch des Friedenspalastes auf dem Programm. Die Ausstellung im Besucherzentrum informierte eindrucksvoll über die ersten Haager Friedenskonferenzen in den Jahren 1899 und 1907. Bereits während dieser wurde versucht, Grundsätze für die friedliche Regelung internationaler Konflikte zu entwickeln. Heute werden im Friedenspalast von Den Haag Streitigkeiten zwischen Staaten geschlichtet und somit vielfach auch Kriege vermieden. Auch wenn es der Staatengemeinschaft bis heute nicht gelungen ist, den Krieg gänzlich abzuschaffen, so sind doch die unentwegten Bemühungen, den Rechtsweg verbindlich vorzuschreiben und Krieg durch Gesetzte einzuschränken in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen.

Im Anschluss stand ein Besuch im Humanity House an. Das Humanity House ist ein Erlebnismuseum, in dem man für einen Tag in die Haut eines Flüchtlings schlüpft. Hier sollte es nicht um die große Politik gehen, sondern um den einzelnen Menschen und die Auswirkungen von Krieg auf diesen. Zunächst wurden wir alle als Flüchtlinge registriert und anschließend auf eine teilweise sehr bedrückende Reise geschickt. In diversen Räume konnten wir erfahren, wie es sich anfühlt, auf der Flucht zu sein und welche Probleme einem in den Aufnahmeländern begegnen. Hier wurde uns nochmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass sich die Staatengemeinschaft stärker für die Wahrung der Menschenrechte einsetzt. Keinem Menschen sollte das Recht auf Asyl und ein menschenwürdiges Leben verwehrt bleiben.

Nach einem sehr lehrreichen und eindrucksvollen Tag brauchten wir alle eine mentale Verschnaufpause und ließen den Samstagabend am Strand von Scheveningen ausklingen.

Alles in allem war es eine ausgesprochen gelungene Fahrt. Etwas Erschöpft, aber rundum zufrieden konnten wir uns am Sonntag auf den Heimweg Richtung NRW begeben.

Diese Fortbildungsfahrt wurde gefördert von der Stiftung Gedenken und Frieden und vom Landesverband NRW im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

 

Text und Fotos: Kinga Kazmierczak und JAK NRW

 

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

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